25 Oktober 2014

Die sind aber nett: Hotel Großer Kurfürst

Kaum ist man angekommen und hat an der Rezeption eingecheckt, da wird man schon komplett mit dem Namen angesprochen und das hört auch später nicht auf. Und irgendwie fühlen man sich dabei sehr geehrt. Und fühlt sich schon wohl. Ansonsten ist das Hotel der Derag-Kette nicht sehr besonders, obwohl der Innenhof wirklich herausragend ist. Der Rest ist einfach ein solides, gute Hotel, in zentraler Lage. Aber der wundersam höfliche Ton lässt einen einfach gerne herkommen und wohlfühlen.

Einfach mein Lieblingshotel in Düsseldorf: Stage47

Was soll ich groß sagen? Es ist einfach mein Lieblingshotel. Das Stage47. Wunderschöne Zimmer. Dezenter Service. Herrliches Frühstück.

Neee ... das ist einfach zu voll und zu sehr Tränke: Wassermann Isarvorstadt

Man ist das voll. Doch warum? Ist das Bier hier so billig? Nun ja, die Teller sind ziemlich voll und das Speisenangebot macht vor allem eines: voll. Daher ist das Preisleistungsverhältnis wohl irgendwie attraktiv. Aber eigentlich ist mir doch ein Rätsel, warum es so voll ist. Oder doch? Meine These: um mich herum sitzen alles Singles ... das nehme ich jetzt einfach mal an. Und weil die Tische sooo eng aneinander stehen, dass man unwillkührlich mit seinem Stuhl an den Nachbarn hinter einem zusammenrückt und sich ständig entschuldigen muss, wenn man man aufstehen will oder kurz mal zur Toilette an Tischen vorbei gehen will, kommt man auf jeden Fall sofort ins Gespräch. Ich glaub, das ist das Geheimnis ... und dann ist da natürlich noch das Public Viewing. Für einen entspannten Abend sind die Wassermänner - ob in Neuhausen oder in der Isarvorstadt - jedenfalls nix.

Hu - was neues im Westend: Madame Hu

Was so eine Renovierung und so ein "Make Over" mit viel Farbe an der Wand, ein paar Bänken und kuscheligen, farbigen Sitzkissen mit einer alten Kneipe so alles machen kann. Im Westend ist Madame Hu angekommen. Eigentlich müsste man ja "Madame Hu Street Kitchen" sagen. Und zu finden ist das kleine, sympathische Restaurant in der Gollierstrasse (und auf Facebook). Zu essen gibt es köstliche asiatische Küche, wunderbar vor allem die Ente zum Mittagsmenu, und auch die feinen Tees, die es zum Mittagsmenu dazu gibt, sollte man nicht auslassen.

20 Oktober 2014

Eine Hose ruiniert in New York: Fig & Olive

Eigentlich ein wunderschönes Restaurant: beste Lage im Hippster-Meatpacking-District, wunderbare Einrichtung, hohe Decken, Olivenbäumchen wohin man blickt, kreative Gerichte und ausgesuchter Wein. Das Fig & Olive gibt es sieben Mal in Amerika, aber eben nur einmal im Meatpacking District in New York. Wenn man sich aber, noch bevor man richtig zum Sitzen kommt, an der Stahlkante des Tisches die Hose aufreißt (Jeans!), dann ist man irgendwie sauer und kann sich nur noch mühevoll auf das Essen konzentrieren. Da kann der Ober noch so sympathisch und zuvorkommend sein (der will doch nur seine 25% Trinkgeld abzocken, oder?), da kann die Feigen-Pasta noch so frisch und ungewöhnlich schmecken (bei dem Restaurantnamen ist denen wohl nix anderes eingefallen!) und der Riesling noch so prickelnd sein (klar, der Wein kommt ja auch aus Deutschland!).
Als wie gesagt, man ist dann einfach nicht mehr so richtig objektiv. Also: bitte selbst ausprobieren, aber VORSICHT. Die Tische sind gemeingefährlich.

Für Frauen zwischen 30 und 50. Aber nicht für mich: Wellness in der Reiter Alm


Ok, das ist jetzt sehr undankbar von mir. Aber Wellness-, Spa- & Beauty-Farmen sind einfach nicht mein Ding. Und daher hat es die Reiter Alm, gleich hinter Freilassing und oberhalb von Salzburg, leider sehr, sehr schwer mit mir. Aber allen anderen - vor allem Frauen zwischen 30 und 50, die sich für ein Wochenende an byzantinischen Schönheitstempeln, an orientalischen Hamam-Bädern, an bayerischen Stein- und Brotbädern, an finnischen Saunen, an kalten Wasserstrahlen des Mühlrades oder an ausgesuchten Seifen und Beauty-Sortimenten und an Zirben-Sägespänen erfreuen, für die ist die Reiter-Alm ganz genau das Richtige. Denn hier kann man wunderbar zusammen glucken und quatschen, sich gemütlich entspannen und lecker mit Halbpension schlemmen. 
Was man aber nicht sollte, das ist Zimmer 26 beziehen, denn dabei muss es sich einfach um das aller kleinste Zimmer des ganzen Hotelkomplexes handeln. Dort hat man zwar eine eigene Tür direkt auf die Terrasse, das kann aber über das winzige Zimmerchen nicht hinwegtrösten.
Was man aber auf jeden Fall tun sollte, ist sich ein Wochenende mit strahlendem Sonnenschein aussuchen, damit man das Frühstück auf der Sonnenterrasse, hoch oben mit einem herrlichen Blick auf Salzburg genießen kann.


Man kann nicht alles haben: In Truchtlaching



Truchtlaching liegt an der Alz. Und genau das ist einer der Gründe, warum man hier hin fahren sollte. Natürlich auch wegen dem Schaller, einem der besten Restaurants im Chiemgau, wegen Camba Bavaria, einem der authentischsten Kleinbrauereien im Chiemgau (Achtung: Sonntags geschlossen) oder wegen der Dorfkirta, die Ende Oktober stattfindet. Aber man kann eben nicht alles haben. Also entweder sitzt man romantisch an der Alz, mit Blick auf den Fluss (was für den Fischer neben mir wirklich sehr sehr wichtig ist) und an einem romantischen Platzl im Biergarten - ODER - aber man genießt außergewönliche Kulinarik zum Mittagessen. Die Speisekarte vom Neuwirt verrät eigentlich schon alles: eine schlichte DINA 4 Seite, schwarzweiß, beidseitig bedruckt und in Klarsichthülle gepackt. Die aufgelisteten Fischgerichte sollten nicht neugierig, sondern stutzig machen. Denn egal ob Forelle,  Bachsaibling oder Hecht (!), alle Fischgerichte (und wahrscheinlich auch die Fleischgerichte) werden mit dem gleichen faden Salat geliefert. Und man erfreut sich vor allem an der mitgelieferten Beilagenkartoffel. Der Fisch ist solide gebraten ... aber eben kein Highlight. Aber das Highlight ist eben der Sitzplatz. Also: man muss sich eben entscheiden. In Truchtlaching.

15 Oktober 2014

Nostalia pur: Einkaufspassage in New York

Die New Yorker machen selbst aus einer einfachen Einkaufszeile einen Event. Und hipsterisieren ihre Einkaufszentren. Und im Chelsea Market kann man sich das am Besten ansehen. Die meisten Läden in dieser Einkaufspassage sind natürlich Restaurants oder kleine Snackläden. Das liegt mit Sicherheit daran, dass die New Yorker keine Küchen mehr in ihren Appartements haben. Jeder, einfach jeder ist abends unterwegs und ißt ausser Haus. Und so reiht sich ein Italiener an einen Burgerladen an einen Sushiladen. Und das alles im 60er Jahre-Stil. Schön romantisch und nostalgisch. Auf jeden Fall einen kleinen Spaziergang wert.