20 August 2014

Der beste Fischer am Chiemsee

Eigentlich sollte das ein Geheimtipp bleiben. Aber der Fischer am See ist schon lange keine Geheimtipp mehr, denn er ist als bestes Fischrestaurant am Chiemsee, ach was, in Bayern, ach was in ganz Deutschland bekannt. Das sagt jedenfalls der Feinschmecker - und der muss es ja wissen. Kein Wunder also, wenn Fischkenner aus aller Welt nach Prien pilgern, um in dieser Traditionswirtschaft einen Tisch zu ergattern. Die Speisekarte allein ist schon eine Schulung in Fischkunde ... denn hier gibt es Fische auf der Karte, die es sonst nirgendswo gibt. Und es gibt auch Exoten, die man so nicht erwarten würde. Zum Beispiel: Rotaugen. Dieser Fisch ist eigentlich ein Köderfisch, den der Fischer fängt und damit wiederum andere Fische zu fangen. Aber beim Fischer am See kann man Rotaugen ganz köstlich mit Mandelkruste essen. Man schmeckt zwar vor allem Mandelkruste, und doch ist es ein ganz witziges Gericht. Die Taditionalisten greifen aber selbstverständlich zur Chiemsee-Renke oder zu Forelle und Co. In Prien versteht man auf jeden Fall sehr viel von der Zubereitung dieser wunderbaren Fische. Und einen netten Service gibt es sogar noch oben drauf.

Zum Italiener nach London: Carluccio´s

Die Londoner sind zu beneiden. Die Auswahl und Vielfalt an Restaurants und unterschiedlichen Küchen ist
einfach überwältigend. Man hat so viel Auswahl, dass die Wahl schon fast eine Qual ist. Wie schön, wenn man da ein Stammlokal hat oder einen Ort, zu dem man immer wieder gerne zurück kommt. So ein Ort ist doch tatsächlich ein Italiener in London ... und noch dazu eine Kette: Carluccio´s gibt es x-Mal auf der Insel. Aber der wunderbare Laden und Restaurant in London City, gleich hinter der Folgatestreet, ist einfach wunderbar. Gelegen an einem winzig kleinen Stadtpark, in dem morgends ein paar Studenten gemeinsam ihren Morgensport machen. Hier kann man herrlich Frühstücken - das ist wesentlich besser, als im Hotel und es ist auch gleichzeitig ein wunderbarer Ort, um sich schon morgends mit Freunden oder Kollegen zu treffen. Cappuchino statt.

Boutique und günstig: Übernachten in Boston

Boston ist eine Studentenstadt. Eigentlich schon, denn da ist Harvard, Babson und das MIT. Eigentlich müsste es nur so wimmeln von Studenten, aber die sind natürlich auf ihrem Campus weit weg von der Innenstadt. Statt dessen wimmelt es von Touristen ... die in der Regel auf der Suche nach einem guten Hummer sind. Wer auf der Suche nach einem netten, günstigen und zentral gelegenen Hotel ist, der sollte sich im Onyx einmieten. Dieses kleine Boutiquehotel gehört zur Kimpton-Gruppe, die ja einige kleine Designerhotels in den USA betreiben. Die Zimmer sind zwar klein, aber hübsch gestaltet ... zum Wohlfühlen.

Abflug nach Übersee? Vor Gate H noch schnell auf ein Brot

Am Münchner Flughafen sollten man unbedingt auf ein leckeres Brot mit Brotaufstrich beim Pano vorbeischauen. Das geht allerdings nur, wenn man nach Übersee fliegt, denn das Pane liegt direkt hinter der Passkontrolle vor den Gates H. Also genügend Zeit einplanen vor Abflug.

Muss man jetzt tatsächlich reservieren? Trattoria Italiana in Ebersberg

Jetzt greift diese Reservierungs-Seuche doch tatsächlich nach Ebersberg. Spontan kann man schon fast
gar nicht mehr schnell auf ´ne Pizza losgehen. Am Donnerstag abend mal schnell in die Trattoria Italiana in Ebersberg, an der Sieghartsburg, ist fast nicht möglich. Alle Tische sind reserviert. Nur so einen kleinen Katzentisch kriegt man noch zu zweit - auf der Terrasse neben der Burg. Aber gut. Wenn man dafür eine gute Pizza bekommt - und die ist tatsächlich ganz anständig. Besser wäre es jedoch sicher, man würde Pasta oder gar mal Fleisch oder Fisch probieren ... denn die Pizza ist wie gesagt ... ganz ordentlich ... ist aber anderswo doch besser.

Asiatisch im Biergarten? Im Mangostin

Zu gerne würde ich ja mal Asiatisch im Biergarten genießen, doch jedes Mal, wenn wir das Mangostin
ansteuern, die eigentlich einen wunderschönen Biergarten hätten, dann ist das Wetter entweder nicht schön genug oder wir sind wohl zu früh, denn der Biergarten liegt verlassen und öde vor uns. Also wieder rein ins Mangostin oder zumindest auf die Terrasse. Da wird man gleich vom Chef empfangen - so stellt man sich das vom Edelasiaten vor. Ach ja, der Chef, Joseph Peter,  ist ein Bayer. Macht aber nix, denn die Asia-Gerichte sind trotzdem alle ganz wunderbar. Und man muss ja eigentlich auch gar nicht in den Biergarten - die Terrasse ist viel besser.

01 August 2014

Im versteckten Winkel: Französische Edelküche ums Eck in München

Wer hätte das gedacht? Dass sich im Verborgenen, irgendwo im Schwabinger Westen, zwischen gewöhnlichen Wohnhäusern und kleinen Plätzen, plötzlich so ein Stück echtes Frankreich versteckt. Das M-Belleville ist eigentlich keine Geheimtipp mehr. Auf der Strasse laufen einem Passanten entgegen, die auf das kleine Restaurant deuten, das zurückgesetzt an der Fallmerayerstrasse liegt, und laut ausrufen, dass man hier hervorragend ißt. Und so ist es auch. Das Perlhuhn auf Fenchel ... ein Gedicht. Und das Clafoutis zum Dessert ... unbeschreiblich gut. All das zu Preisen, die man als Franzose einfach verlangen kann und präsentiert mit einer Nettigkeit, die man von Franzosen oft gar nicht gewohnt ist. Denn meist sind Franzosen ja so stolz auf ihre Küche (zu Recht), dass sie dies den Gast auch spüren lassen. Nicht so im M Belleville. Dort wird man zuvorkommend und einfach nett bedient. Und wer das Glück hat, an einem lauschigen Sommerabend vor dem Restaurant einen Platz an den kleinen Tischen zu ergattern, der kann sich ein klein wenig wie in Paris fühlen. Ach ja ... und hatte ich schon erwähnt, dass es auch Bioweine gibt? Auf die sind sie im M-Belleville besonders stolz.

09 Juli 2014

Sommer in Hamburg - natürlich am Wasser: Bodos Bootssteg


"Scheint die Sonne auf das Schwert, macht der Segler was verkehrt" - das könnt der Spruch von Bodo sein, der seinen  Bootssteg ganz wunderbar an der Außenalster hat - sicher bewacht von der Wasserschutzpolizei, die gleich daneben ihr kleines Klinkerputzhäuschen bewohnen mit ganz vielen Polizeibooten davor. Bei Bodo drüben liegen vor allem Ruderboote. Und so geruhsam wie sie da im Wasser liegen, so geht es bei Bodo auch zu. Kein Stress. Man guckt auf´s Wasser und lässt sich einfach treiben. Bei einer schönen Schale Milchkaffee und selbstgebackenem Rabarber-Erdbeerkuchen. Am Nachbartisch lobt man die Currywurst, die wohl mit echtem Curry ganz besonders gut sein soll, aber es ist ja schon nachmittag, daher bleibt es bei mir beim Kaffee. Aber eine ruhige Mittagspause kann ich mir hier auch vorstellen. Und Bodo lässt da auch nix auf sein kleines Idyll kommen. Wenn es nach ihm ginge, dann könnte man auch bei schlechtem Wetter kommen und in der kleinen Kajüte Platz nehmen, aber die ist leider nicht so authentisch. Also besser bei schönem Wetter vorbei schauen.