14 Februar 2016

Auf einer bayerischen Piste: Sutten Berghotel


Nun ja, man kann die Subventionierung bayerischer Skiresorts verurteilen und auch grundsätzlich sich mächtig aufregen über die Schneekanonen auf bayerischen Pisten, die sich verzweifelt dem Klimawandel entgegenstemmen.
Aber wenn dann ein bisserl Schnee liegt - auf´m Spitzing - und man bei Sonne die Hänge hinunterwedeln kann, dann ist das alles vergessen. Denn das ist dann schon ein bisserl was vom Glück. Und dazu fehlt dann nur noch eine Platz an der Sonnenseite. Und den bietet das kleine Berghotel Sutten. Ein bisschen abseits vom Spitzingtrubel, direkt an der Piste. Die Spinatknödel mit Parmesan schmecken ganz besonders in der Fastenzeit, denn der Koch hat mit Butter nicht gespart. Die Kässpatzn sind eigentlich nicht zu bewältigen und auch beim Kaiserschmarrn hat es der Koch richtig gut gemeint - mit dem Zucker zum Karamelisieren. Aber wer mit der Vormittagskarte dann schon einige Abfahrten hinter sich hat, kann das Schlemmen absolut gerechtfertigen. Schließlich hat man ja einigen Sport betrieben. Küche und Personal sind im Berghotel Sutten herzlich und üppig. Wir kommen gerne wieder.

16 Juli 2015

Süüüüß - Patisserie Lehmann lässt sich in die Backstube gucken

Prenzlauer Berg in München? Vielleicht könnte man das Karree Pilgersheimerstrasse-Humboldtstrasse - Sommerstrasse in Untergiesing so nennen, denn die Kinderwagendichte ist hoch und ebenso die Dichte an Kneipen und Cafe´s, mit Hippness-Faktor. Ein kleines, aber feines Cafe ist dabei die Patisserie Lehmann. Eigentlich viel zu klein, um als Cafe bezeichnet zu werden. Die Tische und Stühle auf dem Bürgersteig der Pilgersheimerstrasse übersteigen bei weitem den Platz im Inneren der Patisserie, denn eigentlich können hier nur maxima drei Personen im Stehen ihren Kaffee schlürfen. Wegen dem Kaffee kommt man aber auch nicht hier her, sondern wegen der süßen Törtchen und dem selbstgemachten Eis. Stephanie und Matthias Lehmann lassen sich dabei direkt in die Backstube blicken, durch zwei große Fenster hin zur Strasse und zum Verkaufsraum. Frischer und feiner geht es nicht - und die Aprikosentörtchen sind ein Gedicht. Und auch die Erdbeer...., Waldbeere, Himbeere und und und.

17 Juni 2015

Better Friends ... schenken ihren eigenen Kaffee aus

In Sendling, in der Flössergasse, gibt es die Werkstadt ... hier, wo einst mal die Bayerische Hofzigarrenfabrik stand und später Philip Morris Zigaretten drehte, dort ist nun ein Start-up und Kreativpark entstanden, die Werkstadt. Und so viele Kreative brauchen natürlich auch ein Cafe oder gar eine Kantine. Daher ist das +Better Friends auch ein richtiges "Urban Cafe", mit Selbstbedienungstheke, einfache Klapptischen und Stühlen, ein paar Kuschelkissen, alles schön locker und easy. Spiegeleier und Käsebrote zum Frühstück und Sandwiches zum Mittagessen. Locker, leger, cool ...

Chef in the City: Kulinarisches in Thalkirchen

"Chef in the City" ... Für Thalkirchen ist der Name dieses kleinen Cafes ein bisschen irritierend. Denn da, wo Thalkirchen am dörflichsten ist, direkt neben der Wahlfahrtskirche, dort liegt das kleine Cafe von Natalie Bayer. Doch dann hat der Name auch wieder Sinn, denn so Einiges hier ist wohl beeinflusst von von Cafes aus London - zumindest lässt dies das geschmackvolle Ambiente erahnen und auch die Dame hinter dem Tresen erzählt viel von London ... dort liegt wohl die Inspirationsquelle des kleinen Cafes.
Mittags ist es zwar etwas leer, aber die nächsten Gäste haben sich zum Frühstück angemeldet, daher ist morgends dann wohl mehr los.
In Thalkirchen durchaus ein kleines Schmuckstück, in dem sich ein Kaffee lohnt.

Klein und Fein: Gaumen FREUNDE, ein Integrationsbetrieb in Thalkirchen

Gaumen Freunde - Gutes Essen, Gutes Tun" - unter diesem Motto bietet ein kleiner Catering-Laden in Thalkirchen einfaches Essen zu sehr günstigen Preisen und wunderbare Kuchen - gekocht und gebacken von Frauen, die ein Praktikum machen und es schwer haben, auf dem Arbeitsmarkt ihren Platz zu finden. Daneben gibt es im gleichen Haus einen Kindergarten und eine Krippe. Wer hier ein Mittagessen nimmt oder Kaffee und Kuchen, der bekommt also nicht nur etwas Leckeres, sondern tut auch noch Gutes.

10 Juni 2015

Schmalznudeln? Nein Rohrnudeln!

Ja, ich weiß. Das Cafe Frischhut heißt eigentlich "Schmalznudel" und so steht es auch groß über dem Schaufenster. Und wenn man sich in den kleinen Raum zwängt, kann man den Bäckern direkt auf die Finger gucken.
Angeblich bekommt man hier neben dem Viktualienmarkt schon ab fünf Uhr früh die heißen Nudeln. Ideal für Nachteulen und Partygänger.

Aber ich möchte hier nicht für die Schmalznudeln plädieren ... heiß und fettig, wie die Süddeutsche das in ihrem Artikel über das Cafe Frischhut nennt, sondern für die Rohrnudeln - die besten in München. Und bitte auf keinen Fall mit Rosinen, sondern immer mit Zwetschgen kaufen! Very Bavarian.

Institution? Das Cafe Luitpold

Für manche ist das Cafe Luitpold einfach nur ein Cafe mit einem Innenhof in einer Einkaufspassage. Für andere ist es eine Institution: Das wohl beste und traditionsreichste Cafe Münchens. Und darüber gibt es sogar ein Buch.

Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Das Cafe hat traditionsreiche Räume, eine angrenzende Galerie, einen Innenhof, in dem hin und wieder Tango getanzt wird und vor allem die beste Zeitschriftenauswahl unter allen Münchner Cafes. Daher lohnt sich allein schon wegen dem Lesestoff ein Abstecher in die Briennerstrasse.

Aber auch die vielen Veranstaltungen - rund um Kultur und Kunst, gesellschaftlichen Wandel und sozialpolitische Themen - sind es wert, immer wieder mal auf einen Kaffee ins Luitpold zu gehen. Dort trifft man dann auf Touristen und ziemlich viel Stammpublikum. Vor allem aber auf sehr sehr aufmerksames Personal, das auf "Wohlfühl-Atmosphäre" trainiert ist.

Auf dem Präsentierteller: Tambosi

Um 8 Uhr morgends hat man das Tambosi am Odeonsplatz doch tatsächlich für sich. Das Servicepersonal ist um diese Zeit zwar nicht sehr viel freundlicher, aber aus Mangel an Gästen wird man doch schnell und nett bedient.
Dann kann man sich eine Süddeutsche schnappen und gemütlich den Odeonsplatz beobachten, wo die meisten Menschen schnellen Schrittes zu ihrer Arbeit hasten. Während nachmittags hier der größte Trubel herrscht, so ist man morgends ganz unter sich - in Münchens italienischten Cafe.