10 Mai 2013

In der Mühle - irgendwo in Edling

Eine Mühle, ein Geheimtipp? Aber ja doch. Irgendwo zwischen Ebersberg und Wasserburg... in Edling.
Und da dann ganz versteckt am Mühlbach. Da liegt die Schächinger Mühle. Eine kleine Oase. Ein Kleinod an bayerischer, authentischer Gastronomie. Ein wunderbarer Gastraum, zum wohlfühlen. Noch besser aber der Garten, der wirklich eine kleine Oase ist. Wer Glück hat, ergattert einen der zwei Tische im kleinen Gartenhaus, alle anderen sitzen unter dem großten Sonnenschirm der Welt. Nebenan käuen Kuh und Kalb wider. Und ebenso möchte ich die Speisen erwähnen. Es gibt sogar ein "Magentratzerl" zu Beginn der Speisefolge, dann kann ich sowohl die selbstgemachten Ravioli als auch die Rinderlende empfehlen. Und bitte unbedingt Platz für Dessert aufsparen, denn der Erdbeersalat mit Eis ist einfach ein Traum. (und ein kleines Musikprogramm am Abend gibt es auch!)


 

01 Mai 2013

Indien ganz fern in Markt Schwaben

Für einen Grafinger kostet es schon einige Überwindung durch den Forst zu fahren - Drausserholzer - nach Markt Schwaben. Da kann es gleich nach Indien gehen. Zumindest, um indische Küche auszuprobieren im Mother India mitten drin im Bauerndorft von Markt Schwaben.

Und was soll ich sagen: der weite Weg hat sich gelohnt. Frisch, fröhlich und äußerst zuvorkommend sind Küche, Personal und der Chef vom Mother India. Wir wurden so zuvorkommend bedient, dass wir mehr bestellten als gedacht. Und die kleine Geburtstagsgesellschaft neben uns sorgte sogar noch für ein wenig Live-Musik. Wie "echt" indisch die Gerichte sind, kann ich leider nicht beurteilen, da ich noch nie in Indien war, aber die Besitzer sind Inder und sie werden schon wissen, was sie tun, um ihre Gerichte an den bayerischen Gaumen anzupassen. Uns hat es geschmeckt - so bekömmlich und wohlschmeckend kann vegetarische Küches ein.

Ein kleines exotisches Restaurant, dass hoffentlich weiterhin erfolgreich seinen Weg macht - mitten in Bayern.

Das Grand Hotel am Genfer See: Das Kempinski

Genf ist mit Abstand die sauberste Stadt, die man sich nur denken kann. Alles ist pikobello. Der See Kempinski sich hier gleich ein Grand Hotel mit x-hundert Zimmern ans Seeufer hinstellt.
glänzt und auch die Strassen, das Seeufer ist umkränzt von tausenden von Tulpen. Kein Papierschnipselchen liegt irgendwo. Jeder Garten ist so wunderbar gepflegt, kein Unkräutchen hat hier eine Chance. Und die Stadt ist reich - auf der Mont-Blanc Strasse am Seeufer fährt nicht nur ein Masserati, sondern drei. Hier gibt es nicht nur Swatch, sondern die teuersten Uhren der Welt. Hier gibt es nicht nur eine Bank, sondern die bestgefülltesten Bankschließfächer der Welt. Kein Wunder, dass
Doch wer glaubt, hier den Kempinsik-Charme zu finden, den man von so manchem Hotel dieses Unternehmens kennt, der irrt sich. Das Hotel ist so groß, dass leider die Anonymität überwiegt - aber vielleicht ist genau das auch an einem Ort wie Genf gewünscht.
Die Zimmer sind groß, aber standardmäßig nobel eingerichtet. Sie könnten aber irgendwo auf der Welt sein. Die Lounge ist riesig, aber leer. Der Floor-Two-Bar ist laut, neonlila und strahlt den Charme der 80er aus. Und der sagenumwobene Java Club im Keller des Gebäudes beherbergt die Jungen und Reichen, hält jede Menge Champagner bereit, doch von Atmosphäre wenig Spur. Aber was will man von so einem riesigen Hotel auch erwarten. Es tut sein bestes, um ein hochverwöhntes Publikum zu befriedigen und dabei irgendwie das Niveau zu halten - aber dann halt doch: anonym.
Und doch gibt es etwas Gutes zu berichten: der herrliche Blick auf den See und die dahinter liegenden Berge. Bei sehr guter Sicht kann man sogar den Mont Blanc sehen - das ist die französische Schweiz.

Auf eine Pizza ins Negro Amaro in Grafing

Pizza essen in Grafing ... da hat man die Qual der Wahl. Denn die Italienerdichte in Grafing ist ja ziemlich hoch. Diesmal hatten wir uns für das Negro Amaro entschieden, an einem Montag abend sollte da doch ein Platz zu bekommen sein. Und tatsächlich war das Lokal erstaunlich leer. Vielleicht ist Montag also der Gastro-Ausgeh-Tipp fürs Negro, ein Tag an dem man wohl auch ohne Reservierung einen Tisch bekommt.

Angesichts der verlockenden Tageskarte kommt man kurz ins Wanken, ob man "nur" eine Pizza bestellen soll - aber wir bereuen es nicht, denn Pizza mit schwarfer Salami und Schinken ... können sich beide sehen lassen (auch wenn der Rand ein bisserl arg dick und trocken war). Der Abschlussgrappa ist fast schon zu nobel für das einfache Gericht, aber wir nehmen ihn dankend an. Und freuen uns schon auf die nächste Pizza ... oder vielleicht nehmen wir dann doch mal was von der Tageskarte. Es klingt zu verlockend.

Wieder mal im Sirtl in Grafing


Es ist einfach wie heimkommen - im Sirtl in Grafing. Die kleine Weinstube in der engsten Gasse von
Grafing, oberhalb des Weinladens, hat Wohlfühlfaktor Nummer eins. Eine wunderbare Kombination aus Tradition und Moderne und zu einem guten Glas Wein kann man kleine und feine Speisen genießen. Ganz besonders möchte ich dabei die Suppen hervorheben! Unbedingt probieren. Und man lernt im Sirtl: weniger ist mehr.

01 April 2013

Schick aber schade: Enttäuschung an der Sella Ronda

Edelweißtal - das klingt ja vielversprechend. Und dann auch noch diese wunderbare Hütte bzw. Restaurant: Col Pradat.

Optisch ein kleines Paradies. Rot und Holz, urig und doch modern. Mit kleinen witzigen Dekorationsideen überall. Kleine Edelweiß sprießen aus Filz überall. Hübsche Karokissen laden zum gemütlichen verweilen ein. Und ein grandioses Panoramafenster bietet Aussicht auf die Dolomiten vom Feinsten. Alles richtig gemacht, dass man von der Sella Ronda einen Abstecher ins Edelweißtal gemacht hat. Obwohl die Pisten in diesem kleinen Nebental eher für Anfänger sind. Aber diese Hütte sollte es wert sein.

Sollte. Denn leider, leider ist das Essen eine herbe Enttäuschung. Auch wenn wir nicht im Selbstbedienungsteil sitzen, so schmeckt doch die Südtiroler Leibspeise, die Gerstensuppe, ziemlich nach Massenware und wurde wohl schnell schnell zusammen gepackt. Die Polenta mit Bratwurst ist viel zu fett ...und auch die Salatmarinade ist nicht gerade eine Offenbarung. Sorry, Col Pardat. Du bist nett anzusehen, aber beim Essen, da fehlt es noch an der letzten Mühe. Zumindest an dem Tag, an dem wir dort waren.


Alles reserviert in Glonn: Die Wiesmühle

Wer glaubt, nur in München sei Reservierung Pflicht, um einen anständigen Platz in einem einigermaßen guten Restaurant zu erhaschen, der wird gleich mal eines Besseren belehrt, denn in Glonn herrschen die gleichen Verhältnisse. Nur mühevoll bekommt man in Glonns guten Stuben spontan einen Platz und auch im Wirtshaus an der Wiesmühle heißt es "Haben Sie reserviert?". Mit Schrecken sagen wir "Nein" und erwarten prompt den Rauswurf. Doch man hat Erbarmen. Naja, für zwei findet sich dann halt immer noch ein Platzerl.

Dabei hatten wir gedacht, dass die Wiesmühle mit ihrem angeschlossenen kleinen Naturbad nur im Sommer ein Hit ist. Aber nein. Auch im Winter wird hier fröhlich gegessen, getrunken und auch so mancher Geburtstag gefeiert. Der Stammtisch sitzt im beheizten Zelt, denn der Wiesmühlenwirt ist so erfolgreich, dass er mit einem beheizten Vorzelt gleich mal den Gastraum verdoppelt hat.

Wirklich gemütlich ist es aber in den beiden Gaststuben, die sich als wahre Fundgrube für Antiquitätenfans erweist, oder zumindest für die Freunde von "altem Glump". Liebevoll ist hier nämlich mit alten Tassen, Kannen, Besteck und sonstigem jede Nische dekoriert. Zum Essen will ich mich mal nicht so auslassen, denn wir hatten uns für ziemlich simple Gerichte wie Käsespätzle und Rigatoni mit Sahnesoße entschieden. Da kann man eigentlich nix falsch machen und der Koch von der Wiesmühle hat auch nix falsch gemacht. Es war in Ordnung und so wird wohl jedes Gericht dann auch in Ordnung sein.

Club-Feeling in London: Das Shoreditch House

Ein Hotel, in dem man sich so exklusiv fühlt, dass nicht jedermann Zutritt hat, das ist jetzt trendy. "Luxusgefühl durch Diskriminierung" könnte man böse sagen. Andere nennen es "Clubatmosphäre". Das Shoreditch House - ein Club, Restaurant und auch Hotel - macht genau das. Es ist klein, exklusiv und gibt seinen Bewohnern das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Da müssen die Zimmer gar nicht vor Luxus sprühen. Allein das Exklusivgefühl beim Einchecken macht ein aussergewöhnliches Interior wett. Und ganz ehrlich: wie kann man sich denn bei der Einrichtung noch weiterhin übertrumpfen? Hat man als Vielreisender nicht ohnehin schon ziemlich viel gesehen und ist nur noch schwer zu beeindrucken? Zugegeben, das Shoredich House liegt im derzeit angesagtesten Stadtteil Londons, der Rooftop-Pool, den man sich im Prospekt ansehen kann (weil im März in London immer noch zu kalt), ist beeindruckend und auch die Tatsache, dass man hier im Schwesterhotel des Soho Berlin zu Hause ist, läßt die Erwartungshaltung hochschnellen.
Erstaunt ist man dann jedoch von dem Understatement. Erstaunt? Ach nein, das ist doch jetzt die neue Attitüde: also der Eingang zum Shoreditch House ist unscheinbar und ganz leicht ist man in der kleinen Seitengasse am Eingang vorbei gegangen. Die Eingangshalle teilt die Gäste in ... Club-Besucher für den 5.Stock (und da gibt es dann auch die Sorte "Stammgäste" und "von Stammgästen Eingeladene") und Hotelbesucher. Zu allen ist man herzallerliebst, obwohl man trotz Vornehmheit der Londoner eine dezente Abstufung zwischen Stamm-, Hotel-, und sonstige Besucher spüren kann.
Die Zimmer sind dann wiederum eine Überraschung. Warm. Herzig. Fast skandinavisch mit weißer Holzverkleidung und warmen Wandfarben. Kleine Zimmer, aber der Raum ist putzig und gut genutzt. Und im Bad wartet eine ganze Armada an Seifen, Cremes, Shower Baths etc., dass man am liebsten sofort in die Dusche springen möchte. Und das Allerbeste: es gibt herrlich guten Tee und Cookies für einen wunderbaren Abend-Tee oder auch Frühstückstee.
Wer Lust auf Gesellschaft hat, fährt hinauf in Club und Restaurant im 5. Stock. Dort kann man sich an der Bar, im Billard-Zimmer oder an zwei lange Tische unter die Londoner Highsociety mischen, gemeinsam mit den jungen Bankern, Kreativen und sonstigen wichtigen Menschen herrlich dampfende Pasta zu essen. Die Speisekarte ist überschaubar, aber nicht dekadent, eher italienisch bodenständig. Passend zum Hipster-Ambiente. (Übrigends: überhall gibt es die Warnung zu lesen, dass striktes Handyverbot und auch Foto-Verbot herrsche ... die junge Elite Londons schert sich aber - leider - gar nicht drum).

An Ostern: Natürlich zum Hasn

Auch wenn das Osternest dieses Jahr wieder im Schnee gesucht wurde, so sollte man doch seinen Traditionen treu bleiben (und Ostern im Schnee ist ja schon Tradition). Bei uns ist Tradition an Ostern zum Has´n zu fahren. Also eigentlich muss es ja heißen "Beim Has´n" oder ganz korrekt: Landhotel und Wirtshaus beim Has´n". Und Hasen hat es grad gnug. Angefangen von dem zwei Meter großen Bronze-Hasen vor der Tür, über die geschnitzen Holzhasen vor dem Wirtshaus und die vielen Plüschhasen von ganz klein bis drei Meter groß, an der Decke schaukelnd im Salettl. Das mag jetzt kitschig klingen. Ich würde aber sagen, dass die Hasn-Wirtsleut es gerade mal noch so hinbekommen und vor lauter Hasen es auch noch schaffen, ein ganz gemütliches Wirtshaus hinzubekommen. Für einen Ausflug mit Kindern oder auch mit den älteren Herrschaften genau das Richtig.
Und auf den Teller kommen sie natürlich auch die Hasen: vom Wildhasen bis zum Hauskanninchen ist alles dabei und es schmeckt. Nur das Salatbuffet ... na ja, wie soll ich sagen ... so ein Buffet ist ja immer so eine Sache. Man mag es oder man mag es nicht. Beim Has´n ist nur Frisches in der Theke, aber die Auswahl ist begrenzt. Vielleicht deshalb. Ich fänd es besser, wenn der Salat an den Tisch kommt. Aber wer´s mag, der holt sich halt den frischen Kartoffel-, Kraut-, oder Feldsalat aus der Theke.
Ein Tipp: die Torten und Kuchen! Also gern auch mal auf einen Kaffee in Rimsting halt machen. Denn der Chiemsee ist ja gleich ums Eck - also Ausflugstipp auf jeden Fall.

Wehmut: Vom Canapee zum Il Ristaurante in Grafing

Mit Wehmut denkt man ans Canapee. Denn die Atmosphäre in dem uralten Haus war doch einmalig.

Da ist Il Ristorante, in dem die Canapee Crew jetzt herumwirbelt, kann man sich fast wie in einem Schloß fühlen. Die Räume hoch mit Lüster, die Einrichtung dunkel getäfelt. Eine ehrwürdige Brauereigaststätte. Doch Schluss mit dem Wehmut. Manchmal verklärt man die Vergangenheit vielleicht auch zu arg.

Und frohen Mutes in die Zukunft geblickt, denn im Il Ristorante gibt es Erfreuliches: die Pizza hat sich zum Besten gewendet. Zumindest bei unserem letzen Besuch. Knackig und resch, hauchdünn der Belag und saftig die Drauflage. Italienische Pizza, wie man sich das vorstellt und der Espresso zum Abschluss ist auch gar wunderbar. Ganz egal, wenn da dann das Ambiente nicht ganz so dazu passt.

das "großstädtische" Grandauerhaus am Marktplatz (das ehemalige Enzo und wie es sonst noch vorher hießt) was ganz anderes. Die Räume sind das genaue Gegenteil vom geduckten, kellergewölbeähnlichen Canapee. Im

24 März 2013

2.400 über dem Meer: Baita Sofia




Feinste Südditroler Spezialitäten, köstlich und mitten im Winter. Mitten auf der Piste, und doch gemütlich und abseits vom Apre-Ski-Trubel, urig aber nicht kitschig ... das ist die Baita Sofie - die höchstgelegene Hütte der Seceda ... auf der Sella Ronda in den Dolomiten.

 


Undbedingt solltet ihr dort die Käseplatte probieren. Dies klingt unspektakulär, doch serviert bekommt man einige der besten Käsesorten Italiens zusammen mit einem Feigensenf, der einfach Wahnsinn ist. Allein deswegen solle man hier rauf fahren.

Wunderbar übernachten in Kiev: Alfavito

Wer glaubt, Kiev ist grau und düster im Winter, der irrt sich. Viele Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, Stadthäuser und Palästen sind frisch renoviert und farbenfroh gestrichen. Und überhaupt machen die ganzen LED-Werbetafeln die Stadt ohnehin zu einem einzigen Werbespot. Aber auch gastronomisch hat die Stadt einiges Buntes zu bieten und auch an Übernachtungen gibt es eine bunte Auswahl. Ganz besonders ans Herz möchte ich auch aber das Alfavito legen. Eine wirklich bunte Mischung, denn Kunst und Künstler sind das Motto dieses kleinen Art deco Hotel. Es liegt zwar nicht ganz im Citycenter, aber durchaus immer noch in Laufweite für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Die Empfangshalle ist ein Traum unter Kristall-Lüstern, die Zimmer sind nett eingerichtet und das Frühstück ist ganz wunderbar (eine wunderbare Mischung aus westlichem Continental Frühstück, Englischem Würstel-Bacon-Frühstück und Ukrainischem Vollessen ... denn die kennen ja eigentlich Frühstück gar nicht) und einem wunderbar unaufdringlichen und hilfsbereiten Service.

Clubleben in Kiev: D-Lux

Wer in Kiev das Nachtleben genießen will, der kommt am D-Lux nicht vorbei. Der glitzernde Club zählt zu den Entabliertesten und Extravagantesten in der Ukraine, wo man wirklich zu feiern weiss. Der Treppenaufgang zum Club ist schon spektaktulär durch Fakeln markiert. So wandert man hoch zu einem Club, der mit seinen drei Stockwerken bzw. zwei Eventarenas auf einem der Hügel Kievs exponiert steht. Einst startete das Management in der Studentenszene bzw. mit einem Tanzlokal für junge Leute, dann nach einer Schaffenspause, legte man richtig los und baute den Club zu einem luxuriösen Danz-Hall aus. Beliebt bei den jungen und wohlhabenden Kiever - und mit jeder Menge Lasershow und glitzer Kugeln unterm Dach.

17 März 2013

Die besten Desserts in Ebersberg gibts im ...

Steirer Eck im Hölzerbräu. Da bin ich mir sehr sicher. Natürlich könnte ich auch von dem Steirischen Backhendl schwärmen, oder den herrlichen Salaten, der sehr netten Bedienung, der wunderbaren Weinauswahl, den herrlich präsentierten Speisen insgesamt. Aber der beste Grund, um nach Ebersberg in das Steirer Eck zu fahren, das sind die Desserts. Einfach ein Gedicht. Bitte unbedingt ausprobieren!

Steak in Kiew: Sam´s

Wenn sich ein Steakhouse so lange halten kann, wie Sam´s dann muss es gut sein. Und das ist es auch. Sam´s zählt zu einem der besten Steakhäuser in Kiew und es bringt ein bisschen Western-World in die ukrainische Hauptstadt. Fleisch mögen die Ukrainer ohnehin, gerne lieben sie es deftig und besonders Steaks haben es ihnen angetan. Im Sam´s kann man sich ein bisschen wie in Amerika oder auch in Spanien fühlen, ganz davon abhängig, welche Themenwoche man gerade erwischt hat. Themen-Wochen oder gar Themenrestaurants lieben die Ukrainer sehr, mit üppiger Dekoration zu allen möglichen Themen. Das Sam´s ist diesbezüglich sehr bescheiden, will auf keinen Fall als Themenrestaurant missverstanden werden, sondern konzentriert sich einfach auf gute Steaks. Einziger Wehrmutstropfen: auch hier wird man nicht von den allgegenwärtigen Flachbildschirmen verschohnt, auf dem in der Regel Fussball läuft. Aber das ist in Kiev einfach ein "Must have" für ein gutes Restaurant.

Lifestyle auf Italiens Pisten: Jimmys Hütte

Wer glaubt, dass es auf einer südtiroler Hütte nur urig und zünftig zugehen muss, der hat sich geirrt. Oder solle zumindest sein Weltbild ein bisschen aufbessern. Denn Jimmys Hütte ist einer der ausgewähltesten Highlights der Sella Ronda. Und hier findet man beides: Uriges und Lifestlye.
Wer es schafft, einen Platz vor der Hütte oder gar an der Hauswand zu ergattern, der wird mit einem der atemberaubendesten Ausblicke der Dolomiten im Winter belohnt. Aber auch wer in der Hütte einen Platz ergattert, der kann sich auf ein ausgefallenes Menü und Essen der Spitzenklasse freuen. Selbstverständlich kombiniert mit einer hervorragenden Auswahl an Weinen. Aber das ist ja schon fast selbstverständlich für eine italienische Spitzenhütte. Also rauf auf die Ski und nix wie hin zu Jimmys.

10 März 2013

Luxus tief im Berg: Fienile Monte - die coolste Bar an der Sella Ronda

Der Italiener weiß, was Lebenskultur ist und wie man sich das Leben angenehm gestaltet. Der Südtiroler weiß dazu noch geschäftstüchtig zu überraschen. So trifft man an der Sella Ronda, der berühmtesten Skirunde Italiens, in jeder kleinsten Hütte und jedem Stadel wunderbare gastronomische Kleinode. So eine ist auch die winzige Fienile Monte Hütte, auf 2.260 Meter Höhe unterhalb des Langkofels, mitten auf der Piste. Wer die Hütte betritt sieht eigentlich nur zwei Tischchen und eine Bar. Doch oh Wunder ... es geht in die Tiefe und im Keller verbergen sich noch einige Tische und einer der besten Weinkeller der Sella Ronda. Der Wein wird abgerundet durch eine wunderbare Küche (das Steak ist vom Feinsten!) und ein luxuriöses, aber unaufgeregtes alpines Lounge-Design mit Holz, Leder und filzigen Details. Eine Skihütte? Kann man dazu eigentlich gar nicht sagen. Also rein ins Auto, auf auf die Ski, mindestens 4 Lifte passieren, einige Kilometer Skipiste hinter sich bringen und schon ist man da. Exklusiver geht es nicht.

Ich würde gerne mal: Hotel in New York

Hier zu übernachten, das ist purer Luxus: im Wythe Hotel in Williamsburg in New York. Das Neueste vom Neuen, was Design anbelangt. Das Cooleste vom Coolen, was die Dachterrasse mit Bar anbelangt. Und im Angesagtesten der angesagten Stadtteile von New York. Doch für jeden, der in der Stadt irgendwas geschäftlich zu tun hat, liegt das Hotel leider zu abseits. Wer aber just for Fun und for Vergnügen in der Stadt ist ... undbedingt mal ausprobieren. Bin gespannt auf euren Erfahrungsbericht, wenn ihr mal dort sein solltet.

Traditionell in Grafing: Heckerbräu

Ob im Fasching oder auch zur "normalen" Zeit, der Heckerbräu (ehemals und bei alteingesessenen Grafingern immer noch "Reiterstüberl", obwohl die Wirtschaft ganz früher schon mal Heckerbräu hieß) ist eine bewährte Adresse. Für die Grafinger Faschingsbären als wichtige Anlaufzentrale zwischen den Bällen und bevor die Bärenhöhle aufmacht, aber auch während der "normalen" Zeit trifft man hier ein angestammtes Publikum, das auf ein feines Bier und traditionelle Küche sich einfindet. Wer Fleisch mag, der ist hier genau richtig - ob als Steak, als Schnitzel oder sonstiges Pfanderl. Der Salat ist frisch und sauber zubereitet und Pommes passen immer dazu. Einziger Nachteil im Heckerbräu: die Akustik. Komisch, dass dies so auffällt, aber irgenwas stimmt an dem Gastraum einfach nicht. Mit nur wenigen Gästen ist gleich ein Lärmpegel erreicht, der es in sich hat. Doch was soll´s, damit ist eben was los in der Bude und über Geschäft kann sich der Heckerbräu wohl nicht beschweren, denn eigentlich ist immer was los. Mitten an Grafings Marktplatz.

03 März 2013

Die beste Hütte an der Sella Ronda



 
Wir sind uns nicht ganz einig, mein Mann und ich. Welches ist die beste Hütte an der Sella Ronda, der berühmten Skirunde im Grödnertal, ist? Weil ich diesen Blog aber schreibe, setze ich mich jetzt mal durch. Mein Liebling ist die Negerhütte. In italienisch klingt es etwas vornehmer: Rifugio Capanna Nera. Und schließlich ist man hier - in Corvara / Alta Badia - schon im italienischen Teil der Sella Ronda. Doch ganz egal, ob man deutsch, italienisch oder ladinisch spricht, das Essen ist einfach wunderbar. In der Negerhütte gibt es authentische süddtiroler Küche vom Feinsten, direkt an der Skipiste... wenn man ein ganz klein wenig von der Sella Ronda abfährt. Aber es lohnt sich. Die Gerstensuppe ist ein Gedicht, ebenso die Bandnudeln
mit Steinpilzen ... die südtiroler Klassiker sind also ein Muss in dieser Hütte, die von aussen dunkelbraun, fast schwarz ist. Davon hat sie wohl aber nicht ihren Namen, sondern von einem besonderen Getränk, der Negermilch. Von der wir aber gar nicht wissen wollen, was wirklich drin ist.   

Das Nektar hat sitzen gelernt - in München

Im Nektar kann man jetzt auch im Sitzen essen. So steht´s auf deren Webseite und so habe ich es auch erlebt: im Nektar Grill. Anscheinend haben dazu aber wenige Lust. Denn an einem Donnerstag abend ... und Donnerstag abend ist doch ein Ausgeh-Abend oder? .... also an einem Donnerstag abend sitzt man hier fast alleine. War dieser Abend eine Ausnahme? Oder ist die Schickimickifeiergemeinde schon wieder zum nächsten Kult-Tempel weitergezogen? Auf jeden Fall ist das Kellergewölbe trotz Gaskaminfeuer etwas küh, so alleine. Das Essen mundet trotzdem, doch hätten wir gerne auch ein paar Nachbarn zum gucken gehabt. Also auf jeden Fall ein paar gute Freunde mitnehmen. Und warm anziehen.

Respekt Frau Kreitmaier

 Endlich ist es dann doch mal passiert: ein entscheidendes Investment in´s Cafe und vor allem in die Toiletten vom Kreitmaier - Grafings Herzstück. Und a bisserl "Weltstatdtloungeflair" ist hineingeweht in das Stadtcafe.

Urig & Griechisch: Essen im Anti in München

Du sollst die Griechen unterstützen. Das fällt wahrlich nicht schwer, wenn man die Taverne Anti kennt. Klein, urig und sehr sehr griechisch. Die Kneipe ist so klein, dass man sie leicht übersehen kann. Und der Konkurrenzdruck in der Isarvorstadt ist auch ziemlich hoch. Aber mit dem Charme roher Tische und Bänke, kleiner Sitznischen und vor allem hervorragender Küche kann sich das Anti bestens druchsetzten. An unserem Abend waren zwar vorzugsweise Frauen an allen Tischen, was vielleicht an den jungen Griechen hinter dem Tresen lag. Aber vielleicht ist das auch eine Ausnahme. An Speisen bekommt man hier alles, was man von einem Griechen erwartet. Aber eben viel besser. Denn ehrlich und mit viel Feingespür für gute Gewürze. Der Koch weiss, wie es in seiner Heimat schmeckt und bringt davon wirklich was nach München. Helas.

23 Februar 2013

Das Posthotel Hofherr in Köngisdorf

Übernachten in Bayern ist ja eine Herausforderung. So viele Gasthöfe und Pensionen bringen eine lange Tradition mit, so viele von ihnen wurden dann aber in den 60ern und 70ern renoviert und sind seither in diesem Zustand. Das heißt dann Eiche funier und diese Stoffhauben-Lampen, ach ja und dieser sog. Alpenländische Stil. Seit den 90ern scheint dann aber die nächste Renovierungswelle zu laufen und jetzt ... im 21.Jahrhundert kommt nochmals ein Schub. Manche trauen sich dann, zu dem kompletten Bruch und einem wirklich modernen Schritt, doch viele bleiben irgendwie dazwischen stecken. Am Ende fehlt vielen der Mut. Und so ein bisserl ist das auch beim Hofherr in Köngisdorf. Dieses Tagungshotel ist groß, modern, nun sagen wir ... modernisiert. Und für eine Nacht passt das dann schon. Auch wenn die vielen Wandtattoos und frommen Sprüche irgendwie irritieren. Leider leider gar nicht empfehlen kann ich allerdings die Küche. Wegen dieser braucht man nicht nach Königsdorf fahren.

Schlafen neben der UN in New York

Wer in der UN in New York zu tun hat, der sollte sich das ONE UN New York ansehen. Die Räume sind typisch für ein amerikanisches Hotel mit dicken Teppichen und schweren Möbeln. Beim Frühstücksbuffet gibt es riesengroße Obststücke im Obstsalat und der Ausblick ist selbstverständlich auf eine der faszinierendsten Städte der Welt. Einziger Makel: es gibt keine Hotelbar. Aber wer bei der UN arbeitet, der braucht so etwas ja auch nicht.

Die besten Brezen: in Königsdorf

Wenn es nicht so weit weg wäre von Grafing... ich würde glatt nach Königsdorf bei Geretsried fahren, um morgends Brezen zu holen. Die sind nämlich hervorragend. Und dann kann man auch noch in die Backstube reingucken! Also ein Stop lohnt sich in der Königsdorfer Backstube.

Teehaus in NY: nur nicht irritieren lassen

Jetzt seid ihr vielleicht geschockt, denn derzeit ist da armes Hühnchen auf der Webseite vom Roebling Tea Room. Aber das hat Methode, denn wenn man Tea Room hört, denkt man ja vielleicht an etwas Besinnliches oder an etwas Asiatisches. Roeblings Tea Room ist weder noch, sondern eigentlich eine Bar oder ein Bistro. Das so auch in Lissabon stehen könnte. Aber dann doch besser zu New York und dem angesagten Viertel Williamsbourgh / Brooklyn passt. Der Sandwich mit mit Riccotta und Feigen ... ist ein Muss. Tee, kann man trinken,  muss man aber nicht.

Pop up Bar in Grafing


Ja, da staunt ihr. Dass es so etwas trendymässiges wie eine Pop up Bar in Grafing gibt. Gibt es aber. Schon seit Jahren poppt pünktlich zum unsinnigen Donnerstag die Bärenhöhle in Grafing auf. Im Kegelkeller richtet die Grafinger Faschingsgesellschaft, die Faschingsbären, ihr Hauptlager ein und öffnet pünklich um 24.00 Uhr, um allen, die es nicht länger auf den Faschingsbällen der Stadt aushalten eine Heimat bis 6 Uhr früh zu geben. Kulinarisch muss man das nicht kommentieren (Suppe!), denn Hauptsache, es gibt etwas zu trinken. Und am Dienstag wird dann der Fasching beerdigt und die Tore der Bärenhöhle schließen wieder.

Saladmania in New York


In New York muss man wohl unbedingt mal in einer Salatbar, zum Beispiel Bistro Marketplace, gewesen sein. Ein wunderbarer Ort für Menschen, die Auswahl lieben. Horror für Menschen, die sich nicht entscheiden können. Denn man kann sich aus einer Auswahl von mindestens 100 Zutaten seinen eigenen Salat zusammenstellen. Klingt verlockend, das kann aber auch in einem ziemlichen Disaster enden. Also bevor ihr zum Bistro Market in der Avenue  geht, solltet ihr genau wissen, was ihr in euren Salat hinein haben wollt.

Geheimtipp: die dunkelblaue Stunde bei Charles

Deutschlands berühmteste Bar, Charles Schumann´s hat einen Tagesableger, die Tagesbar an den 5-Höfen. Und wenn man an einem Shoppingsamstag ausgiebig Schaufenstershopping macht und dort vorbei geht, dann kann man durch die riesigen Fenstern die Schönen und Reichen Münchens bestaunen. Und eigentlich ist die Schumann´s Tagesbar immer voll. Selbst unter der Woche. Da hat die Tagesbar gar nur bis 21.00 Uhr offen. Das ist München. Doch zwischen 19.00 und 20.00 Uhr, da wird es kurzfristig ein bisschen leerer. Da brechen doch einige zum Dinner auf und ein kleines entspanntes Zeitfenster tut sich auf. Aber: trotzdem am besten reservieren. (Zu den hervorragenden Drinks brauche ich ja wirlich nix sagen, oder?).

Noch mehr Bierambiente in New York? Dann ab ins Spritzenhaus

Kasperl und Seppl waren ja im Spritzenhaus eingesperrt, vom Räuber Hotzenplotz, oder? In New York, vielmehr im neuen In-Viertel Greenpoint/Brooklyn kann man jederzeit offen ins Spritzenhaus gehen, ohne Angst zu haben, eingesperrt zu werden. Dort steht dann aber kein Spritzenwagen, sondern das Spritzenhaus ist eines der neuen "Bierhallen", die in NY wohl nun populär sind. Es flackert ein Feuerchen im Kamin und man kann wählen zwischen einem Bistrotisch oder einer Bierbank. Die Getränkekarte hat eine großartige Auswahl an Bieren, aus Bayern aber auch aus aller Welt. New German. Ich wußte gar nicht, dass Deutschland so schick sein kann.

Oh my God! Biergärten werden populär in New York


Immer mehr Biergärten und Bierhallen tauchen in New York auf. Und die sind nicht mal schlecht. Die Radegast Hall ist so eine "Bierhalle". Die heißt zwar Biergarten, tatsächlich ist es aber eine Backsteinhalle, mit langen urigen Tischen und auch den richtigen Bieren im Ausschank. Und ... rappel voll! Die New Yorker, vielmehr die Hippster in Williamsbourgh in New York stehen voll drauf.

Vietnamesisch im Münchner Untergrund: Bayan

Das Bayan liegt tatsächlich in Münchens Keller-Region. Man steigt nämlich einige Treppen in die Tiefe der Goethestrasse, um in wunderbaren Gewölberäumen sich vietnamesischen Genüssen hinzugeben. Im Bayan kann man alles, was die vietnamesische Küche hergibt auf höchstem Niveau genießen. Die Süddeutsche zählt das Bayan zu den besten asiatischen Restaurants in München und hat dabei ziemlich Recht. Unbedingt das Trio an drei Frühlingsrollen ausprobieren.

Italienisches Steakhouse

Ja, soetwas gibt es in New York. Und wohl nur in New York: das Padre Figlio. Und dort bekommt man nicht nur wunderbare schwarze Pasta, sondern auch ausgesuchte Steaks. Und das in den für amerikanische Restaurants entsprechende große Portionen. Wer also in der Näher der UN dringend italienisch essen gehen möchte, dem sei das Padre Figlio sehr empfohlen.