03 Mai 2015

Im Schlachthof - in Karlsruhe

Der Schlachthof - egal ob in München oder in Karlsruhe - scheint wohl immer ein guter Ort für Kneipenkultur zu sein. In Karlsruhe kann man nach einem wunderbaren Konzert zum Beispiel in der Tonhalle, im Schlachthof, der in der Nachbarschaft liegt, noch einen Absacker genießen. Eine Kneipe, in der man gut und gerne einen ganzen Abend verbringen kann.

Styyyyylisch: KUTSHiiN in der Balanstrasse

Wenn ein Sternekoch in ein ehemaliges Industriegelände zieht, dann kann da was Spannendes rauskommen. Und das KUTCHiiN von Stromberg, das auf dem ehemaligen Infineon als Kantine eröffnet hat, ist etwas Spannendes. Mittags gibt es ein bezahlbares Menü, bei dem man zwar nur eine kleine Auswahl hat, aber das macht nix ... denn es schmeckt.
Es schmeckt schon das herrliche Brot, das es zum Auftakt gibt.
Die Suppe hätte vielleicht ein bisschen mehr Würze vertragen, aber das ist ja schließlich Geschmacksache.
Man guckt nicht nur in den Teller, sondern auch rundrum. Denn das Ambiente ist großartig inspiriert von dem Fabrikumfeld - perfekt zum Kantinenmittagessen ... oder vielleicht mal am Abend probieren? EIne ungewöhnliche Location in München: Balanstrasse 73.

Argentinisch auf Schweizerisch? Malena in Chur

Wenn man mal keine Lust auf Käsefondue in der Schweiz hat, dann sollte man vielleicht mal was Argentinisches probieren? In Chur wäre da die kleine Bar Malena. Wunderbar nett zu sitzen und gemütlich.
Herrlich ist der süße Riesling aus dem argentinischen Salta und dazu gibt es argentinische Teigtaschen, Empanadas. Deswegen ist das Malena auch keine Bar, sondern eine Empanadaria. Die Teigtaschen sind gefüllt entweder mit Rinder-, Pute- , Spinat oder Käse und schmecken ganz herrlich.
Die Bestellung ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. Die nette Kellnerin überreicht dem Gast eine Magnettafel mit kleinen Magnetpins, die zunächst rechts unten im "Magnet-Parkplatz" sitzen. Zum Bestellen bewegt man die Magnete dann einfach auf die Felder oberhalb, um damit anzudeuten, was man will. Um satt zu werden, sollte man aber mindestens vier Teigtaschen bestellen.
Wie alles in der Schweiz, haben die Teigtaschen allerdings ihren Preis. Eine kostete 5,50 schweizer Franken.

Was der Einheimische empfiehlt: Kleiner Ketterer in Karlsruhe

Zum Kleinen Ketterer - das ist die Antwort, die man von Einheimischen in Karlsruhe bekommt, wenn man danach fragt, wo  man denn gut und gerne essen gehen kann. Der Karlsruher liebt also das Bodenständige und Unaufgeregte, denn das Brauereistüberl am Lidellplatz ist eine solide Wahl. Hier gibt es Hausmannskost und selbst gebrautes Bier. Und selbstverständlich die für das Badische so typoschen Maultaschen oder Blutwurst. Mahlzeit.

Nachtschwärmer in Karlsruhe: Ludwigs

Der Nachtschwärmer in Karlsruhe trinkt ein Ludwigs (Bier) und ... zumindest ab einem gewissen Alter ... hängt im Ludwigs inmitten von Karlsruhe in der Waldstrasse ab.
Wer sich nicht auskennt, der sollte sich ohnehin an die Waldstrasse halten. Egal ob kleine Läden, Eiscafe oder nette Restaurants ... in der Waldstrasse in Karlsruhe findet sich alles das. Und in der Nähe des Schlosses kann man sich ins Ludwigs setzten - vor der Tür oder drinnen an der Bar - und sehen und gesehen werden. Besser als ein Bier, ist in diesem Ambiente wohl aber ein Champagner. Obwohl das für Karlsruhe dann aber schon wieder ein bisserl zu abgehoben ist. Also doch ein Ludwigs Bier - oder aber die hauseigene Limonade :-)

Die Volksküche, die keine Volksküche ist


Das Volkstheater in München hat eine Küche. Und die heißt auch noch sehr volkstümlich: Volksküche. Aber eigentlich ist dieses Restaurant in der Briennerstrasse alles andere als eine Volksküche. Ohne Reservierung geht hier nämlich gar nix. Wie ja in so vielen Restaurants in München. Also schon ein bisserl elitär. Wunderbarerweise gehen dann doch einige Gäste schon recht früh, denn sie eilen ins Theater. Wer es also mit dem Abendessen nicht zu eilig hat, und später vorbeikommen kann, der hat vielleicht mehr Glück.
Wer dann endlich einen Tisch erobert hat, der sollte sich auf eine ganz wunderbare französisch inspirierte Speisekarte gefasst machen, von der ich auf jeden Fall und unbedingt das Ratatouille empfehlen kann. Und das ist dann doch wieder sehr volkstümlich.


Gott sei Dank, auf die Klassiker ist doch noch Verlass: Milo in Grafing

Entschuldigung und ja, ich weiß, dass der Milo in Grafing nicht Milo heißt, sondern Aquarium. Der Milo, Gründer des Restaurants, steht schon lange nicht mehr hinter der Antipasti- und Salat-Theke. Aber ansonsten ist alles so wie immer. Pizza, Pasta, aber auch und noch viel mehr Fisch und Fleisch sind ganz hervorragend. Hier wissen Italiener, wie man gut kocht.
Einzig die von der Decke hängenden  Rosen sind irritierend. Ich hoffe, dass diese seltsame Dekoration mittlerweile wieder umdekoriert wurde, denn die toten Rosen sind doch sehr morbide.
Ansonsten ist der Besuch des Klassikers in Grafing - auch trotz der eigenartigen Location - über dem Eisstadion - immer noch einen Besuch wert. Man kann sich darauf verlassen, gute Ware zu bekommen.

Immer noch a bisserl teuer: Herrmannsdorfer Schweinsbräu

Jetzt hat der Wirt gewechselt. Und ich hatte gedacht, dass es jetzt ein bisserl erschwinglicher wird, im den Wirtshaus vom Herrmannsdorfer Schweinsbräu. Aber da hatte ich mich getäuscht. Und so sollte man schon ein bisserl ein Geld drin haben im Geldbörserl, wenn man sich zum Gutshof vom Herrn Schweisfurth aufmacht, um in dem großen, stolzen Speisesaal des Wirtshauses zu tafeln.
Die Zutaten sind natürlich vom Feinsten. Fleisch von den schwarzfleckigen Schweinen vom eigenen Stall, so auch das Bier aus der eigenen Brauerei. Risottoreis aus dem Chiemgau ... alles Bio und das hat seinen Preis. Schade daher, dass der Saal an einem Donnerstag abend ziemlich dünn besetzt ist, denn so kommt man sich ein bisserl verloren vor in der großen Halle. Ein bisserl ungemütlich. Und daher guckt man dann umso mehr ins Geldbörserl und fragt sich, ob es das wirklich wert ist. Aber das eine oder andere Mal kann man ja eine Ausnahme machen.