20 Oktober 2014

Eine Hose ruiniert in New York: Fig & Olive

Eigentlich ein wunderschönes Restaurant: beste Lage im Hippster-Meatpacking-District, wunderbare Einrichtung, hohe Decken, Olivenbäumchen wohin man blickt, kreative Gerichte und ausgesuchter Wein. Das Fig & Olive gibt es sieben Mal in Amerika, aber eben nur einmal im Meatpacking District in New York. Wenn man sich aber, noch bevor man richtig zum Sitzen kommt, an der Stahlkante des Tisches die Hose aufreißt (Jeans!), dann ist man irgendwie sauer und kann sich nur noch mühevoll auf das Essen konzentrieren. Da kann der Ober noch so sympathisch und zuvorkommend sein (der will doch nur seine 25% Trinkgeld abzocken, oder?), da kann die Feigen-Pasta noch so frisch und ungewöhnlich schmecken (bei dem Restaurantnamen ist denen wohl nix anderes eingefallen!) und der Riesling noch so prickelnd sein (klar, der Wein kommt ja auch aus Deutschland!).
Als wie gesagt, man ist dann einfach nicht mehr so richtig objektiv. Also: bitte selbst ausprobieren, aber VORSICHT. Die Tische sind gemeingefährlich.

Für Frauen zwischen 30 und 50. Aber nicht für mich: Wellness in der Reiter Alm


Ok, das ist jetzt sehr undankbar von mir. Aber Wellness-, Spa- & Beauty-Farmen sind einfach nicht mein Ding. Und daher hat es die Reiter Alm, gleich hinter Freilassing und oberhalb von Salzburg, leider sehr, sehr schwer mit mir. Aber allen anderen - vor allem Frauen zwischen 30 und 50, die sich für ein Wochenende an byzantinischen Schönheitstempeln, an orientalischen Hamam-Bädern, an bayerischen Stein- und Brotbädern, an finnischen Saunen, an kalten Wasserstrahlen des Mühlrades oder an ausgesuchten Seifen und Beauty-Sortimenten und an Zirben-Sägespänen erfreuen, für die ist die Reiter-Alm ganz genau das Richtige. Denn hier kann man wunderbar zusammen glucken und quatschen, sich gemütlich entspannen und lecker mit Halbpension schlemmen. 
Was man aber nicht sollte, das ist Zimmer 26 beziehen, denn dabei muss es sich einfach um das aller kleinste Zimmer des ganzen Hotelkomplexes handeln. Dort hat man zwar eine eigene Tür direkt auf die Terrasse, das kann aber über das winzige Zimmerchen nicht hinwegtrösten.
Was man aber auf jeden Fall tun sollte, ist sich ein Wochenende mit strahlendem Sonnenschein aussuchen, damit man das Frühstück auf der Sonnenterrasse, hoch oben mit einem herrlichen Blick auf Salzburg genießen kann.


Man kann nicht alles haben: In Truchtlaching



Truchtlaching liegt an der Alz. Und genau das ist einer der Gründe, warum man hier hin fahren sollte. Natürlich auch wegen dem Schaller, einem der besten Restaurants im Chiemgau, wegen Camba Bavaria, einem der authentischsten Kleinbrauereien im Chiemgau (Achtung: Sonntags geschlossen) oder wegen der Dorfkirta, die Ende Oktober stattfindet. Aber man kann eben nicht alles haben. Also entweder sitzt man romantisch an der Alz, mit Blick auf den Fluss (was für den Fischer neben mir wirklich sehr sehr wichtig ist) und an einem romantischen Platzl im Biergarten - ODER - aber man genießt außergewönliche Kulinarik zum Mittagessen. Die Speisekarte vom Neuwirt verrät eigentlich schon alles: eine schlichte DINA 4 Seite, schwarzweiß, beidseitig bedruckt und in Klarsichthülle gepackt. Die aufgelisteten Fischgerichte sollten nicht neugierig, sondern stutzig machen. Denn egal ob Forelle,  Bachsaibling oder Hecht (!), alle Fischgerichte (und wahrscheinlich auch die Fleischgerichte) werden mit dem gleichen faden Salat geliefert. Und man erfreut sich vor allem an der mitgelieferten Beilagenkartoffel. Der Fisch ist solide gebraten ... aber eben kein Highlight. Aber das Highlight ist eben der Sitzplatz. Also: man muss sich eben entscheiden. In Truchtlaching.

15 Oktober 2014

Nostalia pur: Einkaufspassage in New York

Die New Yorker machen selbst aus einer einfachen Einkaufszeile einen Event. Und hipsterisieren ihre Einkaufszentren. Und im Chelsea Market kann man sich das am Besten ansehen. Die meisten Läden in dieser Einkaufspassage sind natürlich Restaurants oder kleine Snackläden. Das liegt mit Sicherheit daran, dass die New Yorker keine Küchen mehr in ihren Appartements haben. Jeder, einfach jeder ist abends unterwegs und ißt ausser Haus. Und so reiht sich ein Italiener an einen Burgerladen an einen Sushiladen. Und das alles im 60er Jahre-Stil. Schön romantisch und nostalgisch. Auf jeden Fall einen kleinen Spaziergang wert.

Hippsterflair in Düsseldorf: Cafe Hüftgold

Süß ist es, das Cafe Hüftgold. Und wenn man sich durch die wunderbaren Kuchen durchprobiert, dann ist der Name des wunderbaren Cafe´s in Düsseldorf einfach Programm. Ganz besonders könnte ich mich in den Schokoladenkuchen mit Birne reinlegen. Aber auch die Apfelkuchen, Johannisbeeren, Schnitten ... und und und. Einfach herrlich. Und irgendwie gelingt es den netten Damen dort, einen gewissen 50er Jahre Charme zu bewahren. Ob er schon drin war in dem Gebäude oder ob sie ihn hineingebracht haben. Egal. Es lohnt sich einfach, in der Ackerstrasse 119 vorbei zu sehen - auf einen Kaffee und einen herrlichen Kuchen.

Feine Tagiatelle in Düsseldorf - im Basil´s

Italienisch? In Düsseldorf? Das kann man sehr gut im Basil´s essen. Als einzelner Gast kommt man sich in dem großen Restaurant um sechs Uhr abends vielleicht ein bisschen verloren vor, aber etwas später füllt sich dann der riesige Laden dann schon. Und zwar zurecht. Die Tagiatelle mit Steinpilzen und Spargel sind ganz wunderbar.

The Standard ... nicht so wirklich Standard in New York

Es fällt gar nicht so leicht, das The Standard zu beurteilen. Denn es macht sich furchtbar wichtig, mit der pompösen Bar und dem Rooftop mit Blick über New York. Breit und großkotzig sitzt es im ach so hippen Meatpacking District. Rund um das Hotel breitet sich die Hippserwelt nur so aus. Ein Designerladen nach dem anderen reiht sich in die gentrifizierten Backstein-Warenhäuser drumrum. Die Bar ist also herausragend, der Blick ganz unglaublich. Doch die Zimmer sind dann eher Standard. Nun ja ... ganz so schlimm ist es nicht, aber die Zimmer sind klein und schick eingerichtet. Aber nichts, was einen Umhaut für über 300 Dollar die Nacht umhaut. Aber ja, die riesigen Fenster, mit einem sagenhaften Blick auf die Stadt und den Hudson sind sagenhaft. Also, wenn man sich mal "schick" einquartieren will... bitte gerne.

25 September 2014

Wunderbar .... nein Milchbar ... dafür fliegt man nach Berlin

Die Rosa-Luxemburg-Strasse in Berlin ist schon lange kein Geheimtipp mehr, wenn es um gute Hotels (Lux 11), Asiatische Küche und Ambiente (prince restaurant) geht. Links und rechts vom schicken Lux 11 siedeln sich einfach großartige Konzepte an. Links also das Prince Restaurant, rechts davon findet sich eine kleine Milchbar, fast versteckt in einem großartigen Laden, dem TYPE HYPE. Hier schlag allen das Herz höher, die ein Faible für Buchstaben, Buchdruck, schönes Papier, Notizbücher und einfach wunderschönes Design haben. Das Ambiente zum Kaffee ist also großartig und schnell kommt man die Versuchung, sich mit wunderbaren Notizbüchern ... braucht man die? ja!!! ... einzudecken. Doch auch der Cappuccino ist den Weg in die Rosa-Luxemburg-Strasse wert, ganz besonders weil man ganz zauberhaft bedient wird. Und neben köstlichen Kuchen und anderen Kleinigkeiten gibt es auch noch eine Geschichte obendrauf. Genau wegen solchen kleinen Entdeckungen fährt man so gerne nach Berlin.