21 April 2014

Hot Spot in Madrid

Hinter der Rezeption steht eine Wand an weißen Koffern - bis zur Decke. Der Aufzug ist unsichtbar hinter

einer Wand an marokkanischen Azulfliesen. Und im Kaminzimmer hängt der Kopf eines ausgestopften Nashorns. Im Designerhotel "Only for You" im Herzen Madrids ist nichts wie es scheint - dafür sehr geschmackvoll und mit einer Prise an Witze.
Mitten im neu auferstandenen Hippster-Viertel, in der Calle Barquillo, liegt das Hotel mit seiner angesagten Bar und auch einem ganz ausgezeichneten Restaurant. Mit dem Auto ein Alptraum, daher unbedingt mit dem Taxi hinfahren lassen. Doch dann ist von dort aus fast alles zu Fuß zu erreichen. 
Die Zimmer sind klein - oj ja - aber das ist in den schicken Innenstadt-Boutique-Hotels heute schon fast üblich. Dafür besticht es durch kleine Raumwunder. So ist das Badezimmer geschickt durch den vollflächigen Stadtplan Madrids vom Schlafraum abgetrennt - und man kann neben dem Duschen an dieser antiken Tapete auch noch die Veränderung der Großstadt studieren. Rund um das Only for You explodiert in Madrid urbane Kreativität. Da gibt es alte Plattenläden. Nein, das sind neue Läden, aber auf alt gemacht. Da gibt es die angesagtesten Bio-Lebensmittel-Lädchen, sowie Klamotten-Laden mit Öko-Designer-Chick. Hutläden, die jeder Hippster lieben wird, und Möbelläden, die den Wunsch jedes Nostalgigers - ob 60er,70er oder 90er - erfüllt. Ein Madrid, mal abseits des kitschigen Flamenco-, Tapas-, Touri-Lebens.

01 März 2014

Mittwoch abends: mit der Seilbahn zum Rehsee Stöbli

Tagsüber ist das Rehsee Stöbli eine Berggasthof, das vor allem Skifahrer aufsuchen, die den Skiweg nach

Gaschurn hinunter finden, doch Mittwoch abends verwandelt sich das Bergrestaurant in ein kleines Feinschmeckerrestaurant. Ab 18 Uhr fährt man exklusiv mit der Bergbahn von Gaschurn hinauf zur Mittelstation - in mit Schaffellen ausgelegten Gondeln, ganz wunderbar. Oben angekommen wird man von einem Lagerfeuer empfangen und mit einem herrlichen Blick auf das beleuchtete Gaschurn und den Blick in die Sterne belohnt. Drinnen kann man dann froh sein, dass man reserviert hat, denn das Rehsee Stöbli ist bis auf den letzten Platz besetzt ist. Die Spezialität des Abends sind Steaks und Grillspieße auf dem heißen Stein. Ganz besonders wunderbar ist aber das Montafoner Käsefondue, das man hier ganz besonders genießen kann - mit frischen Kartoffeln, Brotwürfeln, Preiselbeeren, einem Salatteller, köstlichem Montafoner Bergkäse und einem Kirsch zum Abschluss. Hätte man nicht schon einen Schnaps beim Menue dabei, der Wirt gibt seinen Gästen dazu sogar noch einen Schnaps vor der Talfahrt aus.

Auf ein Mittagsmenue nach Zug: Pier41

Die Schweizer lieben Zahlen, so auch im Pier41, einem modernen Restaurant am Bahnhof von Zug in der
Schweiz - ideal für ein schnelles Mittagesmenue. Hier bestellt man die Menuezusammensetzung anhand von Zahlen. Aber auch wer sich die Zahlen nicht merken kann, der bekommt mittags einen wunderbaren Salat, oder Pasta oder ein passendes Fleischgericht. Wunderbar frisch zusammengestellt - aber Achtung ...natürlich alles mit schweizer Preisen.

Ruck Zuck Kaiserschmarrn: Valisera Hüsli im Montafon

Schnell sind sie, im Valisera Hüsli im Montafon auf dem Hochjoch, das muss man ihnen lassen. Der bestellte

Kaiserschmarrn kommt bereits nach drei Minuten aus der Küche. Das hat natürlich damit zu tun, dass die moderne Bedienung heutzutage die Bestellung in einen kleinen Computer eingeben und schon ist die Bestellung in der Küche. Und schon steht der Kaiserschmarrn auf dem Tisch. Leider ist dieser hier nicht ganz so fluffig, wie man sich das wünschen würde, aber er schmeckt süß und nach Ei. Das kann also schon mal nicht so falsch sein. Er macht satt und zwischen den dicken Balken der Valisera Hütte sitzt man auch eigentlich ganz nett. Noch netter ist es allerdings beim Brunellawirt, nur dafür muss man ein bisschen weiter fahren. Hier steht der Koch zwar ziemlich auf Sahne, aber dafür sitzt man sehr originell in einer gemütlichen Hütte. Es lohnt sich also im Montafon genau hinzusehen und auch mal genauer in die Hütten reinzugucken.

Ein Kiosk auf 2.300 Meter Höhe: Schwarzköpfle Kiosk

Ein Kiosk mit dem besten Blick der Welt? Das ist das Schwarzköpfle Kiosk im Silvretta Montafon Skigebiet
- auf 2.300 Meter Höhe bekommt man nicht nur einen wunderbaren Liegestuhl und den besten Blick auf den Piz Buin im Montafon, man bekommt auch ein herrliches Bier oder einen heißen Tee. Nur leider in Plastikgeschirr, das ist der einzige Nachteil hier oben.

Apfelstrudel auf 2.300 Meter Höhe und zum Dahinschmelzen: Wormser Hütte im Montafon

Den besten Apfelstrudel im Montafon - mit hauchdünnem Strudelteig und ganzen Haselnüssen - den gibt es nicht im Vorbeifahren. Wer auf die DAV Wormser Hütte hoch will, der muss sich im Winter die Ski unterschnallen, einige Lifte hinter sich bringen und dann aber auch noch ein kleines Stücken aufsteigen. Denn so einfach vorbei wedeln ist nicht. Dafür wird man an der Wormser Hütte aber auch mit einem atemberaubenden Blick belohnt und, wie gesagt, mit dem besten Apfelstrudel des Montafon ... wenn nicht gar Österreichs. Und dazu ein Schälchen Kaffee - was will man mehr vom Leben.

Wellnessen im Montafon: Die Mo Lodge

Blockhaus-Sauna, Außen-Sauna, Heubad-Sauna, Wasserbetten, Schwimmbad, Orangendampfbad,
Lichtbad und und und ... all das geht rein in die kleine Mo Lodge. Ein kleines Design-Hotel in Gaschurn, dem man von außen gar nicht ansieht, was da alles rein passt. Und noch dazu in einem liebevollem Design gestaltet mit viel Holz, Kuhfellen und Filz. Eine Wohlfühlathmosphäre, zu der sich der eigenwillige Vorarlbergische Dialekt ganz ungewöhnlich dazu gesellt. Die Mo Lodge tut alles, dass man sich wirklich wohl fühlt. Das beginnt bei einem ganz herzlichen Empfang, über den Service, seine Ski und Skischuhe direkt am Lift unterzustellen, damit man diese nicht jeden Tag schleppen muss, bis hin zu einem ganz ausgezeichneten Hauben-Restaurant, das es einem wirklich schwer macht, das Hotel am Abend überhaupt mal zu verlassen. Nur zwei kleine Minuspunkte wollen wir vermerkten: Zimmer 27 ist ein bisserl sehr klein unter der Dachschräge, da hätten wir uns ein bisserl mehr Bewegungsfreiheit gewünscht und dass man sich das Rührei, Spiegelei oder weich gekochte Ei zum Frühstück selbst machen muss, mag zwar irgendwie witzig sein, finden wir aber doch ein bisserl viel Selbstbedienung. Aber das ist auch schon das einzige, was es zu kritisieren gibt - denn insgesamt ist die Mo Lodge ein ganz wunderbarer Hideaway, der auch noch herrliches Brot backen kann!

Kulinarik im Montafon: Auf der Kropfen Hütte in Schruns

Das Silvretta Montafon Skigebiet rühmt sich als "sportlichstes Skigebiet Österreichs". Mit seinen über 60 Gäßberga - innen mag der ehemalige Ziegenstall an der Mittelstation ja ganz nett sein, aber bei zu viel Sonne ist nur die kleine Küche auf der Sonnenterrasse offen. Sehr empfehlen will ich aber den Berggasthof Kropfen, der sich auf 1.300 m Höhe an der Mittelstation zu  Schruns hinkauert. Fast fährt man daran vorbei, doch ein Einkehrschwung lohnt sich wirklich. Die Suppen sind wunderbar und auch die Spaghetti Bolonese duften so hervorragend, dass man einfach zuviel bestellt.
Abfahrten und einer Schneesicherheit, die selbst in einem so seltsamen Winter wie 2013/14 für beste Pisten sorgt, zählt es auf jeden Fall zu den schönsten Skigebieten, die Österreich zu bieten hat. Und bei seiner Lage - so nahe am Bodensee und so nahe der Schweiz - möchte man meinen, dass sich auch kulinarisch hier Außergewöhnliches entdecken lässt. Doch wer Top-Gastronomie wie am Arlberg in Lech oder gar aus Südtirol von der Sellaronda gewohnt ist, der wird hier erst einmal etwas enttäuscht sein. Denn die meisten Skihütten sind vor allem eines: groß. Und Größe heißt noch lange nicht Güte. Zwar bekommt man hier den Kaiserschmarrn in fast Sekundenschnelle an den Tisch geliefert, doch deswegen muss er noch lange nicht gut sein. Auch ist man hier vor der einen oder anderen wirklich herben Enttäuschung nicht gefeilt. Warnen will ich hier auf jeden Fall vor dem faden Leberkäse und zu sauren Kartoffelsalat auf der Sonnenterrasse der