16 Juli 2015

Süüüüß - Patisserie Lehmann lässt sich in die Backstube gucken

Prenzlauer Berg in München? Vielleicht könnte man das Karree Pilgersheimerstrasse-Humboldtstrasse - Sommerstrasse in Untergiesing so nennen, denn die Kinderwagendichte ist hoch und ebenso die Dichte an Kneipen und Cafe´s, mit Hippness-Faktor. Ein kleines, aber feines Cafe ist dabei die Patisserie Lehmann. Eigentlich viel zu klein, um als Cafe bezeichnet zu werden. Die Tische und Stühle auf dem Bürgersteig der Pilgersheimerstrasse übersteigen bei weitem den Platz im Inneren der Patisserie, denn eigentlich können hier nur maxima drei Personen im Stehen ihren Kaffee schlürfen. Wegen dem Kaffee kommt man aber auch nicht hier her, sondern wegen der süßen Törtchen und dem selbstgemachten Eis. Stephanie und Matthias Lehmann lassen sich dabei direkt in die Backstube blicken, durch zwei große Fenster hin zur Strasse und zum Verkaufsraum. Frischer und feiner geht es nicht - und die Aprikosentörtchen sind ein Gedicht. Und auch die Erdbeer...., Waldbeere, Himbeere und und und.

17 Juni 2015

Better Friends ... schenken ihren eigenen Kaffee aus

In Sendling, in der Flössergasse, gibt es die Werkstadt ... hier, wo einst mal die Bayerische Hofzigarrenfabrik stand und später Philip Morris Zigaretten drehte, dort ist nun ein Start-up und Kreativpark entstanden, die Werkstadt. Und so viele Kreative brauchen natürlich auch ein Cafe oder gar eine Kantine. Daher ist das +Better Friends auch ein richtiges "Urban Cafe", mit Selbstbedienungstheke, einfache Klapptischen und Stühlen, ein paar Kuschelkissen, alles schön locker und easy. Spiegeleier und Käsebrote zum Frühstück und Sandwiches zum Mittagessen. Locker, leger, cool ...

Chef in the City: Kulinarisches in Thalkirchen

"Chef in the City" ... Für Thalkirchen ist der Name dieses kleinen Cafes ein bisschen irritierend. Denn da, wo Thalkirchen am dörflichsten ist, direkt neben der Wahlfahrtskirche, dort liegt das kleine Cafe von Natalie Bayer. Doch dann hat der Name auch wieder Sinn, denn so Einiges hier ist wohl beeinflusst von von Cafes aus London - zumindest lässt dies das geschmackvolle Ambiente erahnen und auch die Dame hinter dem Tresen erzählt viel von London ... dort liegt wohl die Inspirationsquelle des kleinen Cafes.
Mittags ist es zwar etwas leer, aber die nächsten Gäste haben sich zum Frühstück angemeldet, daher ist morgends dann wohl mehr los.
In Thalkirchen durchaus ein kleines Schmuckstück, in dem sich ein Kaffee lohnt.

Klein und Fein: Gaumen FREUNDE, ein Integrationsbetrieb in Thalkirchen

Gaumen Freunde - Gutes Essen, Gutes Tun" - unter diesem Motto bietet ein kleiner Catering-Laden in Thalkirchen einfaches Essen zu sehr günstigen Preisen und wunderbare Kuchen - gekocht und gebacken von Frauen, die ein Praktikum machen und es schwer haben, auf dem Arbeitsmarkt ihren Platz zu finden. Daneben gibt es im gleichen Haus einen Kindergarten und eine Krippe. Wer hier ein Mittagessen nimmt oder Kaffee und Kuchen, der bekommt also nicht nur etwas Leckeres, sondern tut auch noch Gutes.

10 Juni 2015

Schmalznudeln? Nein Rohrnudeln!

Ja, ich weiß. Das Cafe Frischhut heißt eigentlich "Schmalznudel" und so steht es auch groß über dem Schaufenster. Und wenn man sich in den kleinen Raum zwängt, kann man den Bäckern direkt auf die Finger gucken.
Angeblich bekommt man hier neben dem Viktualienmarkt schon ab fünf Uhr früh die heißen Nudeln. Ideal für Nachteulen und Partygänger.

Aber ich möchte hier nicht für die Schmalznudeln plädieren ... heiß und fettig, wie die Süddeutsche das in ihrem Artikel über das Cafe Frischhut nennt, sondern für die Rohrnudeln - die besten in München. Und bitte auf keinen Fall mit Rosinen, sondern immer mit Zwetschgen kaufen! Very Bavarian.

Institution? Das Cafe Luitpold

Für manche ist das Cafe Luitpold einfach nur ein Cafe mit einem Innenhof in einer Einkaufspassage. Für andere ist es eine Institution: Das wohl beste und traditionsreichste Cafe Münchens. Und darüber gibt es sogar ein Buch.

Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Das Cafe hat traditionsreiche Räume, eine angrenzende Galerie, einen Innenhof, in dem hin und wieder Tango getanzt wird und vor allem die beste Zeitschriftenauswahl unter allen Münchner Cafes. Daher lohnt sich allein schon wegen dem Lesestoff ein Abstecher in die Briennerstrasse.

Aber auch die vielen Veranstaltungen - rund um Kultur und Kunst, gesellschaftlichen Wandel und sozialpolitische Themen - sind es wert, immer wieder mal auf einen Kaffee ins Luitpold zu gehen. Dort trifft man dann auf Touristen und ziemlich viel Stammpublikum. Vor allem aber auf sehr sehr aufmerksames Personal, das auf "Wohlfühl-Atmosphäre" trainiert ist.

Auf dem Präsentierteller: Tambosi

Um 8 Uhr morgends hat man das Tambosi am Odeonsplatz doch tatsächlich für sich. Das Servicepersonal ist um diese Zeit zwar nicht sehr viel freundlicher, aber aus Mangel an Gästen wird man doch schnell und nett bedient.
Dann kann man sich eine Süddeutsche schnappen und gemütlich den Odeonsplatz beobachten, wo die meisten Menschen schnellen Schrittes zu ihrer Arbeit hasten. Während nachmittags hier der größte Trubel herrscht, so ist man morgends ganz unter sich - in Münchens italienischten Cafe.

03 Juni 2015

Tausend Versuchungen in Großhadern

Ein bisserl aufplustern tut er sich, der Italienier in Großhadern. Allein schon mit dem Namen: Mille Tentazioni, was so viel wie "tausend Versuchungen" heißt. Im Sommer kann man, wie bei einem guten Italiener üblich, mitten im Dorfgeschehen sitzen. An der Großhaderner Dorfstrasse muss hier jeder vorbei. Ja, Großhadern ist ein Dorf. Mit Dorfkirche und einigen unter Denkmalschutz stehenden Bauernhöfen, einer auch unter Denkmalschutz sehenden ehemaligen Weißbierbrauerei. (Leider wird dort nicht mehr gebraut und seit 2013 hat´s der Augustiner übernommen ... den Haderner Augustiner. Ein paar Meter rauf ist dann aber doch noch ein Weißbier zu kriegen, denn die Haderner waren eine der ersten, die Weißbier brauten. Der Biergarten ist fest in Erdinger Hand). Aber zurück zum Italiener ... da gilt einfach "sehen und gesehen werden". Und für einen Dorfitaliener ist das genau richtig. Am ersten Tisch sitzt dann auch die Matrona, die Chefinnen mit ihren Freundinnen. Alle schon in den besten Jahren, aber die flotte Chefin hat alles im Griff. Das Mittagsmenue gibt es für Müncher Preise zu 8 Euro 50. Meine Ravioli mit Spargel waren frisch gemacht (in einem Ravioli fehlte sogar der Spargel ... abe rich  nimm das mal als Zeichen von Handarbeit) und schmeckte vorzüglich. Die Süditaliener können einfach kochen. Mama Mia.