Fisch essen in New York

Das internationale Meeting in NY mit über 40 Kollegen aus aller Welt startet bestens. Wie immer betonen die Amis, wie großartig die Welt doch ist und wir und überhaupt. Die Lateinamerikaner verweisen mehrfach auf ihre Hassliebe zu den Amis. Die Kolleginnen aus Dubai versuchen uns klar zu machen, was Luxus bedeutet (doch leider kann sich das einfach niemand vorstellen, der noch nicht da war), die Asiaten versuchen uns klar zu machen, was Masse bedeutet (aber ab einer dreistelligen Millionenzahl setzt einfach jeder Vorstellungskraft aus) und wir Europäer schütteln ob der Kulturlosigkeit einfach nur den Kopf. Im Konferenzraum ist es saukalt, selbst manch zartbeseitete Amerikanerin zieht im Meeting ihren Wintermantel an.
Die Probleme, die wir diskutieren oder die "Herausforderungen", wie man hier sagt, sind dann aber weltweit doch sehr ähnlich. Ist halt doch ein global village.
Spannender ist es auf der Straße. Es ist schon unglaublich, welch durchgeknallte Typen hier in NY rumlaufen. Und wenn man denke, jetzt hat man alle Moderichtungen und Haarschnitte, Farben etc. gesehen, dann kommt - ungelogen - eine mit auf dem Rücken geschnallten Engelsflügeln auf dich zu. Kein Wunder, dass hier die höchste Dichte an Psychotherapeuten existiert - die haben sie auch bitter nötig. Apropos Statistiken: im Meeting geriet ich mit einem Ami fast aneinander, als er behauptete, dass sie 350 Mio oder gar 400 Mio Einwohner hätten. Ich bestritt heftig und meinte, mehr wie 250 Mio würden es wohl nichr sein. Ein Blick auf die geniale Seite http://www.geographixx.de/ bewißt: wir haben beide Recht. Es sind 298 Mio. Übrigends mit einem Durchschnitsalter von 36,5 Jahren. In den Golfstaaten sind 55 Prozent der Bevölkerung unter 21 Jahre alt! und in Deutschland sind wir im Durchschnitt 42,6.

Übrigends alle gehen natürlich shoppen. Wegen dem Dollarkurses ... Ich natürlich auch ...Obwohl mich dieser Gruppendruck total stresst und ich gar nix finde. Was vielleicht intetessiert: Gummistiefel. Der neue Trend. Gibts überall zu kaufen - und mich wundert, wann die die anziehen.
Vom Abendessen kann ich leider wieder nicht schwärmen, obwohl das Restaurant wohl sooooo hipp ist. BLT Fish - bekannt für seinen Fisch - hat in der New York Times eine "excellence" Bewertung bekommen. Allerdings schon im April 2005. Ist also eine Weile her. Was wir präsentiert bekamen, war ein Salat als Vorspeise. Gut, da kann man nix falsch machen. Man könnte sehr vieles besser machen, aber diese Chance ergiff Meister Laurent Tourondel nicht. Dann Loup de Mer ... kann großartg sein, kam hier als ordentlich gegrillte Filet, a bisserl klein, mit Kartoffelpüree (fad), Spargel (hart) und Spinatgnocci (?). Das Desert waren zwei Objekte nebeneinander: eine Moussenocke und eine Nougat-Schnitte, die sehr lecker war, wenn man von den kleinen Marshmallowstückchen obenauf absieht.
In der 5th Avenue fühlte ich mich von einem Cafe/Restaurant angezogen, das eine Mischung aus Aran und Pfälzer Weinstube ist. Viel Holz,lange Tischreihe, alles ökologisch. Pain Quotidien. Mit hausgemachtem Brot - sehr lecker, Musik sehr klassisch aber entspannend und alles ökologisch!
Fortsetzung aus New York folgt.

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