Ahhh – Paris. Essen in Paris

Eigentlich wollte ich die nächsten Wochen ja mal kürzer treten … wegen der Wiesn und so. Aber das ist in Paris einfach nicht möglich. Auch wenn man im Hotel nach einem „kleinen Bistro“ fragt, und man zur Antwort bekommt „ja ja, weiss schon, Sie wollen was einfaches, aber nettes. Nicht zu groß.“ … „Genau“ (das ganze natürlich im radebrechenden deutsch/französisch Englisch) … dann landet man in einem Super-Bistro, in dem ebenfalls mindestens drei Gänge aufgetischt werden und jeder dieser Gänge einfach nur hmmmm ist. Also. Wenn ihr jemals nach Paris kommt, dann schaut doch rein in das kleine Le Madeleine C. in der Rue Castellane 5, einer winzig kleinen Straße, in der Nähe der mächtigen Kirche Madeleine, die wie ein Tempel aussieht. Nehmt nicht die „Terrasse“, denn die ist – wie in Paris üblich – winiziger als winzig. Zwei Tische. Und die stehen auch noch in einer Hofdurchfahrt (?). Vielleicht habt ihr auch Glück und die nette deutsche Modedesign-Studentin bedient euch, und erklärt freudlich jedes Gericht. Großstadt eben. Wie übrigends Paris als Großstadt auch ihre Schattenseiten hat. Schon ab 7 Uhr herrscht ein Höllenlärm an Auto-, Rollergehupe usw. Und dann haben sie halt einfach keinen Platz. Die Straßen sind total eng und es zwängen sich auch noch zweispurig Fahrzeuge durch. Kein Wunder also, dass der Bistrotisch hier erfunden wurde. Mir ist es immer wieder ein Rätsel, wie man an so einem kleinen Tisch essen kann.
Die wirklich herausragende Dinner-Gelegenheit ist dann allerdings Cafe Lenotre. Das Restaurant, wunderschönst gelegen an der Champs Elisée, gehört eigentlich zu einem Pralineer. Hier werden die wunderbaren Pralinien und Schokoladen von Lenotre gemacht. Und so serviert auch das Restaurant zum Aperitiv kleine Köstlichkeiten, die wie Konfekt aussehen. Von der Vorspeise, die in einem Cocktailglases gereicht wurde und unterschiedliche Schichten an Lachspatee und Brokoli-Auberginen-Muse enthielt, sowie dem Hauptgang an Rinderlende mit Kartoffelkonfekt will ich gar nicht erst schwärmen. Der Hammer war sicher das Desert: Profiterol, gefüllt mit … einfach nur Schokolade in unterschiedlichsten Konsistenzen … wahnsinn. Gut dass wir zu Fuss ins Hotel zurückgingen. Ahh Paris.

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