Digital bestellen und real essen

Jetzt wirds aber fancy in München. Denn da wo einst Nobelautos verkauft wurden, ist jetzt ein Restaurant mit ganz besonderem Konzept drin. An der Ecke Oskar-von-Miller-Ring und Briennerstrasse - das heißt dann Maximiliansplatz 9 - da ist jetzt das La Baracca. Dahinter steckt das Team von Vapiano - und ein bisserl was davon ist schon zu spüren. Aber es ist weiterentwickelt und hipper. Die Coolness daran: man bestellt über einen eigenen Touchscreen direkt am Platz, der in einer schicken Lederband daher kommt - wie ein Buch (kindl lässt grüßen) und sobald man die Bestellung abgeschickt hat, taucht auch schon aus der Küche jemand auf und bringt die Speisen. Also auf keinen Fall alles auf einmal bestellen, sonst hat man auch alles auf einmal am Tisch stehen. Die Anonymität hat aber doch ihren Preis. Das Personal ist zwar sehr nett und nimmt es gelassen hin, dass wir drei Mal den Tisch gewechselt haben ... man will ja mal alle Räume ausprobieren. Aber irgendwie bleibt es auch ... ja anonym. Vor lauter Techbegeisterung vergisst man auch ganz das Essen. Auf den Tisch kommen dann auch eher kleine Portionen. Was die niedrigen Preise ein bisserl relativiert, aber die Speisen sind solide italienisch und es ist auch nix dabei, wo man was falsch machen kann. Ein super Gag - zum Stammlokal taugt es aber nicht so richtig. Trotz coolem Ambiente.

Nachtrag: Das La Baracca gibt es leider nicht mehr.

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