Gut getrickst: Das Hero. Japanisch in Kopenhagen

Japanisch Essen in Kopenhagen. Warum nicht. Wirklich hervorragendes Sushi gibt es im Hero, gleich neben dem kleinen Boutiquehotel Fox. Wer an der Bar einen Platz findet, der hat zumindest ein bisschen Licht, um in die Küche zu sehen und in sein Essen. Eigentlich kann man aber unbedenklich jede Art von Sushi oder auch frisch gebratene Ente empfehlen. Ganz besonders hervorragend ist der frische Algensalat - wirklich knackig und gar nicht so lappig und salzig, wie man das aus so manchem "original" Sushi-Restaurant kennt. Manchmal ist es also ganz gut, wenn es gar nicht sooo "original" ist. Vorsichtig sollte man jedoch sein, wenn ein Gericht mit allzu viel Pompom daher kommt. Zum Beispiel "Schokokuchen". Klingt wunderbar und wird serviert in einer schwarzen Schale, zusammen mit einer guten Portion Schattenmorellen und überstreut mit grandios aussehenden Gold-Streußeln. Kling super oder? Sieht fantastisch, ja dramatisch aus. Aber Vorsicht: der Schokokuchen war wohl viel zu lange im Ofen und ist mit einer milimeterdicken Kohleschicht bedeckt. Ist das Kulinarik? Manchmal weiß man ja nicht, ob sowas schon haute cuisine ist. Aber egal, es schmeckt einfach nicht, es schmeckt nach Kohle. Da kann man noch so sehr auf Gold beissen. Also mein Rat: Dessert einfach weglassen und nach dem Algensalat Schluss machen.

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