Das Grand Hotel am Genfer See: Das Kempinski

Genf ist mit Abstand die sauberste Stadt, die man sich nur denken kann. Alles ist pikobello. Der See Kempinski sich hier gleich ein Grand Hotel mit x-hundert Zimmern ans Seeufer hinstellt.
glänzt und auch die Strassen, das Seeufer ist umkränzt von tausenden von Tulpen. Kein Papierschnipselchen liegt irgendwo. Jeder Garten ist so wunderbar gepflegt, kein Unkräutchen hat hier eine Chance. Und die Stadt ist reich - auf der Mont-Blanc Strasse am Seeufer fährt nicht nur ein Masserati, sondern drei. Hier gibt es nicht nur Swatch, sondern die teuersten Uhren der Welt. Hier gibt es nicht nur eine Bank, sondern die bestgefülltesten Bankschließfächer der Welt. Kein Wunder, dass
Doch wer glaubt, hier den Kempinsik-Charme zu finden, den man von so manchem Hotel dieses Unternehmens kennt, der irrt sich. Das Hotel ist so groß, dass leider die Anonymität überwiegt - aber vielleicht ist genau das auch an einem Ort wie Genf gewünscht.
Die Zimmer sind groß, aber standardmäßig nobel eingerichtet. Sie könnten aber irgendwo auf der Welt sein. Die Lounge ist riesig, aber leer. Der Floor-Two-Bar ist laut, neonlila und strahlt den Charme der 80er aus. Und der sagenumwobene Java Club im Keller des Gebäudes beherbergt die Jungen und Reichen, hält jede Menge Champagner bereit, doch von Atmosphäre wenig Spur. Aber was will man von so einem riesigen Hotel auch erwarten. Es tut sein bestes, um ein hochverwöhntes Publikum zu befriedigen und dabei irgendwie das Niveau zu halten - aber dann halt doch: anonym.
Und doch gibt es etwas Gutes zu berichten: der herrliche Blick auf den See und die dahinter liegenden Berge. Bei sehr guter Sicht kann man sogar den Mont Blanc sehen - das ist die französische Schweiz.

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