Seit 1947 fahren alle vorbei: Cafe Schuntner

... doch einige finden den Weg rein ins Cafe Schuntner oben am Sendlinger Berg, wo Sendling am Originalsten ist. Denn hier oben fand sie schließlich statt, die sagenumwobene Sendlinger Mordweihnacht, als 1705 tausende von Oberländern versuchten, die österreichischen Besatzer aus München zu vertreiben. Leider ging der Plan schief. Die Stadttore blieben verschlossen und die Österreicher drängten die mutigen Bauern, die nur mit Dreschschlegel und Mistgabeln bewaffnet waren, nach Sendling zurück, wo sie über 1000 in einer Nacht töteten. Anschauen kann man sich das auf einem Gemälde an der Sendlinger Kirche, gleich gegenüber vom Cafe. Aber jetzt Schluss mit dem Geschichtsunterricht, schließlich gibt es den Schuntner an der Plingansterstrasse erst seit 1947 - was aber auch schon eine ganze Weile ist. In Sendling schwärmen zwar alle über den Stemmerhof, Münchens letzter Bauernhof, der heute ein Ökoladen (und mehr) ist, doch nur ein paar Schritte davon entfernt ist dieses wirklich nette kleine Cafe, mit ganz herrlichen Kuchen und Torten und einer wunderbar netten Bedienung, die durchweg baierisch spricht. Zu schade, dass man auf der Plingansterstrasse einfach gezwungen ist, erst einmal vorbei zu fahren. Denn leider liegt der Schuntner nicht sehr autofahrerfreundlich. Zu hecktisch geht es an dem Eck Lindwurmstrasse/Plinganser zu. Aber das Parkplatzsuchen lohnt sich oder aber der kleine Fußmarsch vom Harras.

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