Beim Horst im Brandhorst

Kunst macht hungrig. Und moderne Kunst umso mehr. Da ist es doch erfreulich, dass das Museum Brandhorst im Foyer ein schön anzusehendes Cafe hat, dess Speisekarte auch noch einladend aussieht. Der konservativ-sperrige Name "Horst" irritiert vielleicht etwas, doch er leitet sich anscheindend von Brandhorst ab. Ist wohl witzig gemeint. Und so einladend die Holzstühle und Lederloungesofas aussehen, so sitzt man doch, wie in so vielen Museums-Cafes, irgendwie im zugigen Eingangsbereich. So wirklich gemütlich ist es also nicht, wenn vor der Tür ein trüber Winternachmittag wartet. Im Sommer ist das wohl etwas anderes. Und zu viel Hunger sollte man auch nicht mitbringen, denn das kleine Stückchen Quiche auf dem Holzbrettchen ist so winzig, dass man es mit Kunst verwechseln könnte. Aber für einen netten Museumsausklang eignet sich das Horst allemal und man kann bei einer raffinierten Ingwer-Zitrone-Thymian-Limonade nochmal schön über das gerade eben Gesehene philosophieren.

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