Der Valentin hätt seine Freud: Turmstüberl im Valentins Musäum

Jeden ersten Dienstag im Monat gibt es für wahre Münchner einen Pflichtterming: das Turmstüberl im Valentin Musäums. Dort treffen sich einige Volksmusikanten und ihre Fans - das Durschnschnittsalter liegt bei 70 und der Zitterspieler wird dieses Jahr 90. Doch sie sind alle textsicher, wenn es um die alten Münchner Lieder geht, wie das Isarmärchen, und sie alle kommen, um immer wieder dieses Lieder zu singen und mitzusingen. Aber auch, um den Gstanzeln und Bankelsängern zuzuhören, die das aktuelle politische und kulturelle Zeit-Geschehen auf die Schippe nehmen, denn die alten Herrschaften haben einen bissig, humorvollen Blick auf alles, was unterhalb der drei Stockwerke des Turmstüberls, draussen in der Welt zu passiert. Und dann aber singen sie wieder die Münchner Lieder, die die Schönheit und Gemütlichkeit der schönsten Stadt der Welt beschreiben. Im Turmstüberln, das mit seiner Kuriositätensammlung ringsum an den Wänden und Fensterbrettern bestens zum Thema passt, rückt man zusammen, trinkt einen Kaffee, isst Weißwürste oder eine Torte, ganz egal, denn hier oben ist die Münchner Welt einfach noch zu Ende. Zumindest, solange noch die letzten Vertreter dieser Generation, die sich noch an München in Trümmern erinnern kann, es die Stufen nach oben schafft. Hoffentlich noch recht lange.

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